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Ehemaliger Grünen-Ratsherr Wehrmann greift Zweckbündnis an / Steine am Pferdemarkt nicht wiederverwendbar

Bürgerentscheid ein illegaler Täuschungsversuch?

Hameln (HW). An der Formulierung des Bürgerentscheids am kommenden Sonntag schieden sich bei der Mitgliederversammlung der Grünen die Geister. Die Frage „Sind Sie dafür, dass die Fußgängerzone der Stadt Hameln in ihrer jetzigen Form erhalten bleibt und nicht neu gestaltet wird?“ bezeichnete das ehemalige Ratsmitglied der Grünen, Otto Wehrmann als „illegal“, weil es dem Bürgerwillen widerspräche. Zuvor hatte der Vertreter des Zweckbündnisses „Mit Herz und Verstand“, Tobias Matter, erklärt, dass es bei dem initiierten Bürgerentscheid lediglich darauf ankäme, einen Stopp der Planungen zu erreichen. Danach wolle man sich zusammensetzen, um nach einer einvernehmlichen Lösung zu suchen. „Das Zweckbündnis sagt nein und will klein. Das ist in meinen Augen ein Täuschungsversuch“, entgegnete Otto Wehrmann, weil das Zweckbündnis den Willen der Bürger nicht beachte und in eine Neuplanung eintreten wolle.

veröffentlicht am 16.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 02:41 Uhr

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Bund-Vorsitzender und Bündnispartner Ralf Hermes bezeichnete die bisherige Planung als „großes Desaster“ und das fehlende Grün als „brutal schlimm“. Für 60 000 Euro seien Pläne vorgelegt worden, die stets das Gleiche darstellten. Der Rat habe sich längst vom spartanischen Konzept der Architektin distanziert, konterte Grünen-Fraktionschefin Ursula Wehrmann. „Die Sanierung ist eine nachhaltige Investition in die Zukunft, die nicht den nachfolgenden Generationen aufgebürdet werden kann“, unterstrich sie und stellte infrage, dass zu einem späteren Zeitpunkt noch Fördergelder der EU flössen.

Der Wiederverwendung des Pflasters am Pferdemarkt erteilte Wolfgang Kaiser eine Absage. „Die Steine sind hin“, stellte der Fachbereichsleiter Planen und Bauen im Hamelner Rathaus unmissverständlich fest. Zuvor hatte Ursula Wehrmann erklärt, sich dafür aussprechen zu wollen, die alten Steine auf begradigtem Untergrund nebst breiter Spur für Rollstuhlfahrer neu zu verlegen.



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