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Schwarz-Grün will Modell der Leipziger Schaubühne Lindenfels unter die Lupe nehmen / Politik berät heute

Bürger als Aktionäre des Theaters?

Hameln. Um den städtischen Zuschussbedarf zu reduzieren und den Aktionsradius zu erhöhen, sucht die aus CDU, Grünen und Unabhängigen bestehende Mehrheitsgruppe nach einer neuen Gesellschaftsform für das Theater Hameln. Sie will den Kulturtempel nicht länger als kommunalen Betrieb geführt wissen. Viel hatte sich Schwarz-Grün von der Gründung einer GmbH versprochen und 10 000 Euro für ein entsprechendes Gutachten bewilligt. Doch die Osnabrücker Diplomkaufleute Reinhart Richter und Matthias Köhn, die mit der Erstellung einer solchen Expertise beauftragt worden waren, sind zu der Erkenntnis gekommen, dass die Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung, einer GmbH, nicht aus der Finanzmisere führt (wir berichteten).

veröffentlicht am 08.01.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 08:21 Uhr

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Hans-Joachim-Weiß-Redakteur-Lokales-Hameln-Dewezet

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Heute kommen die Gutachter nach Hameln, um der Politik im Ausschuss für Familie und Kultur, der ab 17 Uhr öffentlich im Sitzungssaal des Rathauses tagt, Rede und Antwort zu stehen. CDU, Grüne und Unabhängige haben sich bei ihrem Gruppentreffen am Montag intensiv auf dieses Thema vorbereitet und wollen mit entsprechenden Fragen aufwarten. „Wir wollen mehr bürgerschaftliche Verantwortung und stärker auf eine ehrenamtliche Tätigkeit zielen und gehen entsprechend vorbereitet in die Sitzung“, sagt Claudio Griese. Der Christdemokrat greift dabei einen Vorschlag der Gutachter nach Gründung einer gemeinnützigen Aktiengesellschaft auf, wie es bereits bei der Schaubühne Lindenfels in Leipzig praktiziert worden ist. „Das wollen wir weiterverfolgt wissen und haben beschlossen, dass diesbezüglich nachgefasst wird“, kündigt der Gruppensprecher an. Seiner Meinung nach könne die Rechtsform einer Bürger-AG geeignet sein, die bürgerschaftliche Verantwortung für das Theater stark zu entwickeln.

Nach den Vorstellungen der Gutachter könnte die Stadt die gemeinnützige AG gründen, um dann Aktien an Bürger, Unternehmen, Vereine und andere Organisationen zu verkaufen. Aus den Erlösen könnten dann beispielsweise auch größere Bauinvestitionen am Theater finanziert werden.

Dabei handelt es sich jedoch mehr um ein Modell des Sponsorings, denn eine Bürger-AG wird ihren Aktionären kaum Gewinne ausschütten. Das weiß auch Griese. „Freunden des Theaters Hameln wird es aber sicher schon nutzen zu wissen, dass das Theater gefördert wird“, meint der CDU-Politiker, der sich zudem für eine moderate Erhöhung der Eintrittspreise ausspricht. Aber auch der technische Fortschritt soll laut Griese künftig mehr Anwendung finden: „Wir sind für die Einführung einer App, um auch anderen Zielgruppen das Hamelner Theater-Programm zur Verfügung stellen zu können.“

Damit die Lichter am Theater Hameln nicht ausgehen, will Schwarz-Grün das Modell der Bürgerbeteiligung ausloten.

Dana



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