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Regelung soll erst einmal getestet werden

Bürenstraße wird Einbahnstraße

HAMELN. Zunächst ist es ein Experiment: Die Verwaltung will in der Bürenstraße, zwischen dem Ostertorwall und der Hugenottenstraße, eine Einbahnstraßenregelung einführen. Vom Ostertorwall aus, könnten nach der neuen Regelung nur noch Radfahrer in die Bürenstraße einfahren.

veröffentlicht am 06.02.2018 um 13:09 Uhr
aktualisiert am 06.02.2018 um 14:40 Uhr

Ab der Einmündung Hugenottenstraße soll die Bürenstraße zur Einbahnstraße werden. Foto: dana
Jens Spickermann

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Wiederholt hat es seit Jahren Klagen von Anwohnern gegeben, dass die Bürenstraße vom Durchgangsverkehr als Schleichweg benutzt und von Autofahrern zugeparkt werde, die die kostenpflichtigen Parkhäuser in Innenstadtnähe meiden wollen. Die Verwaltung bestätigt, der Sinn der Verkehrsänderung sei es, die Bürenstraße vom Durchgangsverkehr zu entlasten. Die Regelung soll zunächst probeweise für mindestens sechs Monate eingeführt werden. Wenn sie sich nicht bewährt, könnte sie auch rückgängig gemacht werden.

„Wir wollen das nicht trotz oder gegen die Anwohner machen“, sagte der Erste Stadtrat Hermann Aden während der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses. Ralf Wilde, Leiter des zuständigen Fachbereichs, betonte: „Ich freue mich, dass wir den Mut haben, etwas auszuprobieren. Wir haben nicht die Absicht etwas durchzuboxen.“ Bevor an der Bürenstraße die Beschilderung geändert wird, soll der Verkehr gezählt und ein Anliegertreffen einberufen werden. Bei einer erneuten Verkehrszählung während der Testphase soll ermittelt werden, ob die Maßnahme den gewünschten Nutzen bringt. Die Politik wird dann entscheiden, ob die Einbahnstraßenregelung beibehalten wird oder nicht.

An der Domeierstraße und der Gartenstraße sind bereits Einbahnstraßenregelungen eingeführt worden, um Wohngebiete vom Durchgangsverkehr zu entlasten. Dort wurden die Regelungen nach mehrmonatigen Testphasen beibehalten. Für die Anwohner der Domeierstraße sei die Veränderung gewinnbringend gewesen, sagte Thorsten Sander (CDU). Er begrüßte den Versuch an der Bürenstraße, fragte aber, warum die Sperrung ausgerechnet für den vom Ostertorwall aus kommenden Verkehr gelten soll. Falls man es andersherum machen würde, befürchtet die Verwaltung, dass der Durchgangsverkehr über die Wilhelmstraße ausweichen könnte, erklärte Wilde.

Experten des von der Stadt beauftragten Verkehrsplanungsbüros haben nämlich in einem Gutachten festgehalten, dass die Bürenstraße vor allem vom Ostertorwall aus in Richtung Ohsener Straße vom Durchgangsverkehr genutzt wird; eigentlich ist die Mühlenstraße für diesen Zweck vorgesehen.

Das zugrundeliegende Konzept wurde bereits im Jahr 2013 vorgestellt. Damals wurde ermittelt, dass täglich 3000 Autos durch die Bürenstraße fahren, davon waren drei Viertel Durchgangsverkehr. Verkehrsplaner Felix Börgert zog im Herbst 2013 in Erwägung, dass auch der südliche Teil der Bürenstraße als Einbahnstraße ausgewiesen werden könnte. Das könne sinnvoll sein, falls zu viele Fahrzeuge über die Route Bismarckstraße–Hugenottenstraße–Bürenstraße ausweichen sollten, um vom Ostertorwall zur Kaiserstraße zu gelangen, erklärte Börgert.

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