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Fischbecker Landstraße nur einseitig befahrbar / Blaue Phacelia sollen Kastanienwall schmücken

Buddeln für den Straßenerhalt und die Optik

Am Kastanienwall werden die Sperrgitter auf der Fahrbahntrennung wieder installiert (li.). Auch der Schotter kommt raus, der für den Tag der Niedersachsen aufgefüllt wurde. Blau blühende Phacelia (kleines Foto) ersetzen bis zum Herbst die Rosen, die dort wieder wachsen sollen.

veröffentlicht am 30.06.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 14:41 Uhr

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Fotos: Dana

Hameln (kar). Schotter rein, Schotter raus: Am Kastanienwall wird wieder gebuddelt. Für die rosa Rosen, die für den Tag der Niedersachsen weichen mussten, wird Ersatz gepflanzt. Phacelia heißt die Pflanze, die Passanten und Autofahrer den ganzen Sommer lang mit blauen Blüten erfreuen soll. Eine Zwischenlösung, denn jetzt sei keine Pflanzzeit für Rosen, so Stadtsprecher Thomas Wahmes. Im Herbst aber soll dort wieder so Robustes wie der „Heidetraum“ seinen Platz finden. Und auch an anderer Stelle wird gebuddelt: Die Fischbecker Landstraße ist für zwei Monate Großbaustelle.

Die B 83 ist Großbaustelle

Bis es auf der Fahrbahntrennung des Kastanienwalls blau blüht, müssen die Autofahrer dort ebenfalls mit Behinderungen rechnen, da die städtischen Gärtner zunächst den Schotter beseitigen müssen, danach Erde und schließlich die Pflanzen ausbringen. Die anspruchslose Phacelia wird dabei als Zwischenfrucht zur Verbesserung der Bodenqualität eingesetzt. In der Landwirtschaft ist sie längst gang und gäbe. Und auch Imker schätzen ihre imposanten, blauvioletten, buschigen Blütenköpfe als gute Nektar- und Pollenspender und säen sie gern als Bienenweide an. Phacelia-Felder sind wahre Tummelplätze für nützliche Insekten. Und die Pflanze ist nicht nur ein hübscher Anblick – sie hemmt und bekämpft auch Bodenschädlinge, wird selbst nicht befallen.

Sind die Absperrungen für die Neupflanzungen am Kastanienwall nur kurzfristig, so müssen sich Autofahrer auf der B 83 auf längerfristige Behinderungen einrichten: Bis zum 28. August ist die Fischbecker Landstraße halbseitig gesperrt. „Wegen der starken Verkehrsbelastung und des zunehmenden Schwerlastverkehrs hat die Fahrbahnoberfläche stark gelitten“, sagt Thomas Wahmes: „An vielen Stellen zeigen sich Risse im Asphalt und Verschleißspuren.“ Zwischen Reher Weg und Mertensplatz kann daher vorerst nur stadteinwärts gefahren werden. Stadtauswärts geht’s über Umleitungen – und zwar über Süntelstraße, Wilhelm-Busch-Straße, Schillerstraße, Reimerdeskamp und Reher Weg. Auch die Ausfahrt aus den Zubringerstraßen zur Fischbecker Landstraße ist nur eingeschränkt in Richtung Mertensplatz möglich.

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Die Arbeiten erstrecken sich über mehr als eineinhalb Kilometer an der Fischbecker Landstraße. Zwischen Reherweg und der Abzweigung Ziesenisstraße wird die Fahrbahn abgefräst und anschließend neu asphaltiert. Im Abschnitt zwischen der Einmündung Ziesenisstraße und der Schlachthofstraße werden die Entwässerungsrinnen, die Bushaltebucht in Höhe der Jugendherberge und die Fahrbahnoberfläche erneuert. „Die Gesamtkosten von 500 000 Euro übernimmt der Bund“, so der Stadtsprecher. Ganz bewusst habe sich die Stadt, die im Auftrag der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr die Bauleitung übernommen hat, dafür entschieden, die Arbeiten während der Sommerferien ausführen zu lassen: „Der Zeitpunkt ist günstig, da die Verkehrsbelastung dann um 30 Prozent geringer ist“, sagt Wahmes.

Baken wurden vergessen

Während in der Nordstadt die Bauarbeiten dem Straßenerhalt dienen, sind die Baken, die in der Mitte der Pyrmonter Straße in diesen Tagen für Irritationen gesorgt haben, inzwischen ohne Sinn und noch ein Überbleibsel vom Landesfest. „Sie sind wohl schlicht vergessen worden“, vermutet Thomas Wahmes und verspricht: „Auf jeden Fall kommen sie dort weg.“

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