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Hans Witte repräsentiert Hameln

„BuchDruckKunst“ auf Hamburger Fachmesse

HAMELN/HAMBURG. Die „BuchDruckKunst“ wurde 1999 von Stefan und Wibke Bartkowiak als „Norddeutsche Handpressenmesse“ gegründet und präsentiert seitdem alljährlich eine Auswahl von Buchkünstlern und Editionen im Museum der Arbeit in Hamburg-Barmbek. Mit dabei ist auch Hans Witte. Der Hamelner betreibt in Deitlevsen die „Edition Einstein“, in der er sich alten Drucktechniken widmet.

veröffentlicht am 13.02.2019 um 18:07 Uhr
aktualisiert am 13.02.2019 um 20:00 Uhr

Buchkünstler Hans Witte wird am Wochenende auf der Hamburger Messe „BuchDruckKunst“ mit einem Stand vertreten sein. Foto: witte/pr
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Autor

Ernst August Wolf Reporter
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„Ziel und Bedeutung war es damals wie heute, eine Buch- und Grafikkultur zu erhalten beziehungsweise wiederzubeleben, die in den voraufgegangenen Jahrzehnten durch den Niedergang der Buchdrucktechnik im Bleisatz und der verschiedenen Illustrationstechniken wie Linolschnitt und Radierung nahezu verlorengegangen war“, erklärt Hans Witte. Der Hamelner betreibt in Deitlevsen die „Edition Einstein“, in der er sich alten Drucktechniken widmet.

Witte nimmt zusammen mit dem Leiter des Hamelner Druckereimuseums im Hefehof, Jürgen Seeger, an der Hamburger Messe teil. „Ich zeige dort Bücher, Grafiken und Objekte. Allerdings keine Massenware, sondern meist im Handsatz gedruckte Bücher, mit ausgewählt hochwertigem Papier und originaler Illustration. Die Auflagen sind naturgemäß bibliophil klein, so zwischen ein und 50 Exemplaren, nur der Struwwelpeter hat eine höhere Auflage.“

Der thematische Schwerpunkt von Wittes buchkünstlerischen Veröffentlichungen liegt dabei auf der Reihe „Das andere Kinderbuch“, von der im Laufe seiner mittlerweile 30-jährigen Arbeit in der „Edition Einstein“ 31 Ausgaben entstanden sind. Witte erklärt: „Dabei sind bekannte Inhalte wie ,Der süße Brei‘ der Brüder Grimm, ,Rotkäppchen‘, ,Sterntaler‘, aber auch ganz neue Erfindungen wie das zuletzt erschienene großformatige ,ABC der wilden Kinder‘.“

Für Witte liegt die Bedeutung der Messe darin, „dass sie ein Maßstab für hochwertige Buchkunst geworden ist“. Wer wie er mit seiner Buchkunst nach Prüfung dort aufgenommen werde, der müsse schon gut sein. „Meine Arbeiten sind stark beeinflusst von typografischen Erfindungen, also Letternspielereien aus meinem großen Bestand sehr alter Blei- und Holzlettern.“

Für Witte als Teilnehmer und Seeger als Besucher ist die Hamburger Messe ein wichtiger Erfahrungs- und Lernort. „Dort trifft man fachlich orientierte Besucher wie Buchbinder, Archivare, Künstler und private Besucher, Museumsleute, Kalligrafen und Autoren. Außerdem auch Illustratoren, die Manuskripte mitbringen.“

Das Fazit des Hamelners: „Wenn es eine Messe schafft, an einem Wochenende um die 2500 Besucher anzulocken, dann schafft das für die Teilnehmer jede Menge Motivation.“ Witte hofft dabei auch auf viele Besucher aus dem Weserbergland, denn „solche kulturellen Highlights erscheinen leider nicht auf regionalen Messen. Deshalb ist die BuchDruckKunst für uns so wichtig.“ Die Messe findet am 16. und 17. Februar statt.



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