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65-Jähriger am Kopf verletzt / Fahnder schnappen fünf Verdächtige / Überfall Nummer 14 in der Stadt

Brutal: Räuber-Clique schlägt Hamelner nieder

Tatort Felsenkellerweg: An dieser dunklen Stelle schlugen die Straßenräuber zu. Das 65-jährige Opfer zog sich Verletzungen am Kopf zu, musste von Rettungskräften behandelt werden.

veröffentlicht am 19.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 03:41 Uhr

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Foto: Wal

Hameln (ube). Feige, skrupellos und brutal – so verhielt sich eine fünfköpfige Gruppe junger Leute, die einen Fußgänger (65) auf dem Felsenkellerweg umzingelt haben soll. Der Hamelner wurde geschlagen; er erlitt Verletzungen am Kopf, musste von Rettungskräften behandelt und ins Kreiskrankenhaus eingeliefert werden. Die Straßenräuber wurden bei dem Überfall gestört – sie ergriffen ohne Beute die Flucht. Nur drei Minuten nach der Attacke seien fünf Verdächtige von Fahndern der Verfügungseinheit dingfest gemacht worden, sagte gestern Polizeioberkommissar Jörn Schedlitzki. Bei den mutmaßlichen Tätern handelt es sich um einen Mann (24), drei Jugendliche (17, 16, 14) und ein Kind (13). Unter den vorläufig Festgenommenen waren zwei Mädchen im Alter von 13 und 16 Jahren. Der 17-Jährige sitzt als Einziger in Untersuchungshaft. Er sei der Polizei als Mehrfach- und Intensivtäter bekannt, sagte Schedlitzki. Soll heißen: Gegen den Minderjährigen wurde bereits des Öfteren wegen Gewalt- und Eigentumsdelikten – darunter Körperverletzungen und ein Raubüberfall – ermittelt.

Welche Rolle spielten die beiden Mädchen?

Der versuchte Überfall ereignete sich bereits am Freitagabend gegen 21.30 Uhr. Mit Details muss sich die Polizei derzeit noch zurückhalten, denn: Noch sind nicht alle Zeugen vernommen worden. „Wer welchen Tatbeitrag geleistet hat, muss noch geklärt werden“, sagte Schedlitzki. Nach den bisherigen Ermittlungen wurde das Opfer am Abend um kurz vor halb zehn auf dem Gehweg des Felsenkellerweges zunächst von drei männlichen Personen angesprochen. Ohne sich auf ein Gespräch einzulassen, ging der Hamelner weiter. Er war auf dem Weg nach Hause. Nach wenigen Schritten wurde der Mann von der Gruppe eingeholt und angegriffen. Zu diesem Zeitpunkt sollen auch die Mädchen in der Nähe gewesen sein. Der Hamelner wurde geschlagen und stürzte zu Boden. Auf dem Fußweg liegend sei der Verletzte von Mitgliedern der Gruppe nach Wertgegenständen abgetastet worden, sagte Schedlitzki.

Das Opfer schrie laut um Hilfe. Dadurch wurde ein Anwohner auf das Geschehen aufmerksam – er informierte sofort die Leitstelle von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei. Als der Hausbewohner danach an sein Wohnzimmerfenster klopfte und zudem ein couragierter Autofahrer sein Fahrzeug stoppte, lief die Clique davon.

Was die Kriminellen nicht ahnten: Die Polizei fahndete bereits nach ihnen. An der Ecke Pflümerweg/Felsenkellerweg gingen die Verdächtigen Spezialfahndern ins Netz. „Da die Täterbeschreibung auf zwei Personen zutraf, wurden alle fünf vorläufig festgenommen und zur Polizeiwache an der Lohstraße gebracht“, sagte Schedlitzki. Mit Ausnahme des 13-jährigen Kindes (nicht strafmündig) wurden alle Verdächtigen wegen Versuches des gemeinschaftlichen schweren Raubes vernommen und erkennungsdienstlich behandelt. Nur der 17-jährige Intensivtäter musste die Nacht in einer Arrestzelle verbringen. Die Staatsanwaltschaft Hannover stellte am Sonnabend einen Antrag auf Haftbefehl. Ein Richter ordnete U-Haft an – wegen Wiederholungsgefahr.

Der Überfall auf dem Felsenkellerweg ist der 14., der sich in diesem Jahr im Stadtgebiet von Hameln ereignet hat. Neun Taten konnten bereits aufgeklärt werden.



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