weather-image
14°
Stadt Hameln erteilt Unternehmen eine Absage / DB Netz muss Überführung erneuern

Brückenrückbau – Nein zur Bitte der Bahn

Groß Hilligsfeld (bha). Die Bahn hatte gehofft, mit ihrem Vorstoß Geld zu sparen, doch daraus wird nichts. Das Unternehmen DB Netz hatte in Hameln angefragt, ob die Eisenbahnüberführung „Schlachtpforte“ in Groß Hilligsfeld zurückgebaut werden könnte, statt sie, wie vorgesehen, ab 2016 zu erneuern. Die Stadtverwaltung erteilt dieser Bitte eine Absage.

veröffentlicht am 25.04.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 13:21 Uhr

270_008_5427902_hm102_2504.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Grundlage des DB-Anliegens ist die Annahme, dass der Verkehr, der auf der Straße Schlachtpforte über die Trasse führt, ebenso gut über den Übergang an der Hilligsfelder Straße gelenkt werden könnte – die Überführungen liegen etwa 250 Meter auseinander. Zwar sind laut Stadtverwaltung die Durchfahrtsbreiten und -höhen gleichwertig. Doch die Bewertung des landwirtschaftlichen Verkehrs und der verkehrsbaulichen Situation an der Hilligsfelder Straße durch die Stadt durchkreuzt die Pläne der Bahn. Zumindest sieht die Stadt in den von ihr erörterten theoretischen Alternativen keine ernsthaften Ausweichrouten und hält die Brücke an der Schlachtpforte für notwendig.

Der Großteil der Groß Hilligsfelder Flächen, die landwirtschaftlich genutzt werden, liegt nordwestlich der Bundesstraße 217, die von den Landwirten überquert werden muss. Eine Möglichkeit, die diskutiert wurde, sah vor, den Wirtschaftsweg, der nordwestlich und parallel zu der B217 verläuft, durchgängig zu gestalten. Dazu müsste das Haus Münderstraße 1 abgerissen werden – nichts als Theorie. Das Anlegen eines Wirtschaftsweges würde zudem einen Eingriff in das Landschaftsschutzgebiet darstellen, der Ausgleichsmaßnahmen erforderlich machte.

Bei der zweiten Alternative würde der landwirtschaftliche Verkehr Richtung Hannover mit Tempo 25 von der Hilligsfelder Straße auf die B 217 geführt, bis er nach 350 Metern rechts in die Schlachtpforte abbiegt, um dann 100 Meter weiter an der Bedarfsampel die Bundesstraße zu überqueren. So oder so, meint die Stadt, ist der Knackpunkt vor allem die Hilligsfelder Straße. Das Stück zwischen der Bundesstraße und der Unterführung ist 30 Meter lang und sechs Meter breit – kurz und zu schmal für breites landwirtschaftliches Gerät, meint die Stadt. Beide „Lösungen“ stellten eine Verschlechterung gegenüber der vorhandenen Situation „im Sinne der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs“ dar, heißt es in der Begründung der Verwaltung, warum sie der Bitte der Bahn nicht stattgeben will.

Davon, dass die Stadt der Anfrage ein Nein erteilen will, war bei der Bahn laut Unternehmenssprecherin Sabine Brunkhorst gestern noch nichts bekannt; eine Stellungnahme dazu wolle sie daher nicht abgeben. Klar sei aber, dass das Verfüllen der Überführung für die Bahn günstiger wäre als die Erneuerung der Brücke, die mit erheblichen Einschränkungen im Bahnverkehr verbunden wäre. Kosten für einen Neubau könne sie nicht nennen, außer dass sie sich im „siebenstelligen Bereich“ bewegen würden.

Der Bahn wäre es aus Kostengründen lieb, wenn die Unterführung an der Schlachtpforte zugeschüttet würde. Die Verwaltung hält nichts von der Idee.

Foto: Dana



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare