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Vortragsabend mit Friedrich Schorlemmer

Brücke zu aktuellen Friedensfragen

Hameln (red.) Streit ist entbrannt. Die in Deutschland derzeit geführte Islam-Debatte bringt es mit sich, dass wieder vermehrt über die christlich-jüdischen Wurzeln dieser Republik gesprochen wird. Doch muss ein weltanschaulich neutraler Staat sich nicht ohne Religion begründen und zwischen religiösen und ethischen Fragen strikt trennen? Haben Christen daher zu Fragen unseres Zusammenlebens zu schweigen? Wie stehen die Kirche und der Staat zueinander und an welchen Stellen wird eine gegenseitige Einmischung zulässig und sogar notwendig?

veröffentlicht am 12.12.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 12:21 Uhr

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Auf solche Fragen suchte schon Martin Luther vor mehr als 450 Jahren nach Antworten. Der evangelische Theologe und Publizist Friedrich Schorlemmer aus Wittenberg beschäftigt sich seit Langem mit den Lehren des Reformators. Am morgigen Dienstag, 14. Dezember, 19.30 Uhr, kommt Schorlemmer in die Hamelner Kreuzkirche im Klütviertel. In seinem Vortrag wird er eine Brücke schlagen zu aktuellen Friedensfragen, sozialen Themen, zur Bildungsförderung und den besonderen Aufgaben, die für die Verantwortlichen dadurch entstehen.

Friedrich Schorlemmer wurde 1944 als Sohn eines Pfarrers in Wittenberg geboren und ist in Werben (Altmark) aufgewachsen. Aufgrund seiner Herkunft wurde ihm der Besuch der erweiterten Oberschule verwehrt. Stattdessen erwarb er das Abitur an einer Volkshochschule und studierte danach von 1962 bis 1967 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Theologie. Von 1971 bis 1978 war er Studentenpfarrer in Merseburg, von 1978 bis 1992 lehrte er als Dozent am evangelischen Predigerseminar und war Prediger an der Schlosskirche in Lutherstadt Wittenberg.

Bereits 1968 beteiligte er sich an Aktionen gegen die Verfassung der DDR und den militärischen Einmarsch in der Tschechoslowakei. Von den 70er Jahren an war er Mitglied der Friedens-, Menschenrechts- und Umweltbewegung. Friedrich Schorlemmer ist Mitbegründer des Demokratischen Aufbruchs in Dresden, Mitglied der deutschen Unesco-Kommission, der SPD und des BUND. 1993 erhielt er den Friedenspreis des deutschen Buchhandels, 2009 das Verdienstkreuz erster Klasse der Bundesrepublik Deutschland.

Der Eintritt zu dieser Vortragsveranstaltung ist frei. Am Ausgang der Kreuzkirche wird jedoch um eine Spende gebeten. Das Geld soll der Cranach-Stiftung in Wittenberg und der Stiftung „Zum heiligen Kreuz“ zugute kommen.

Friedrich Schorlemmer machte sein Abitur an der Volkshochschule und war von 1971 bis 1978 Studentenpfarrer in Merseburg.



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