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Oppositionsführer verspricht Beteiligung aller Stellen bei Rückzug aus Hameln

Britische Konservative sehen keine Alternative zur Reform der Armee

Hameln (CK). Die britischen Konservativen wissen angeblich, was ein Abzug der Streitkräfte Ihrer Majestät aus Deutschland bedeutet. Das jedenfalls geht aus einem Brief hervor, den der Vorsitzende David Cameron an den Fraktionsvorsitzenden der niedersächsischen CDU, David McAllister, geschickt hatte, der wiederum war aktiv geworden im Auftrag des heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Otto Deppmeyer.

veröffentlicht am 09.02.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 18:41 Uhr

Otto Deppmeyer (li.) fragte nach der Zukunft der Pioniere in Deu
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McAllister hatte Cameron um Auskunft gebeten zu den Überlegungen von dessen Partei, im Falle einer Regierungsübernahme der Konservativen in Großbritannien die britischen Streitkräfte aus Deutschland abzuziehen. Sollten die Konservativen die anstehende Wahl auf der Insel gewinnen, so werden sie nach Angaben von Cameron die Verteidigungs- und Sicherheitspolitik des Landes überprüfen und damit auch die Zukunft der in Deutschland stationierten britischen Streitkräfte wie die der Pioniere in Hameln. Und zwar „ergebnisoffen“, wie es heißt.

Im Kern, so schreibt Cameron, gehe es um die Frage, wie die globalen Bedrohungen in eine neue Politik und Streitkräftestruktur umgesetzt werden könnten. Aufgrund der finanziellen Situation des Vereinigten Königreiches gebe es keine Alternative zu dieser Reform. Im Gegensatz zur bisherigen Berichterstattung sei aber noch keine endgültige Entscheidung getroffen worden, versichert der Chef der Konservativen.

Cameron betonte, er kenne die Bedeutung der britischen Streitkräfte in Deutschland vor allem für die örtliche Wirtschaft, und er sei sich der weitreichenden Auswirkungen eines Rückzugs auf die Bevölkerung durchaus bewusst. Er versprach deshalb, „dass jede künftige Entscheidung über den Status der Streitkräfte in Deutschland unter Einbeziehung der zuständigen deutschen Behörden erfolgen werde, und zwar auf allen einzelnen Ebenen“.

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Ihre Zukunft steht auf dem Spiel: die Linsingenkaserne an der Sü

Erste Anzeichen, dass nach dem Teilrückzug der Pioniere und dem damit verbundenen Verkauf des Scharnhorstgeländes nun auch ein endgültiger Abzug der hier stationierten Pioniere (sie sind derzeit noch in der Linsingenkaserne an der Süntelstraße untergebracht) wahrscheinlicher wird, gibt es bereits: Die Briten haben das Übungsgelände Ravelin Camp oberhalb des Reimerdeskamps wieder an den Eigentümer, die Bundesrepublik Deutschland, zurückgegeben, da sie es offenbar nicht mehr benötigen.

Noch ist unklar, was mit dem Areal, einem Südhang, geschehen soll. Die Planungshoheit hat die Stadt, aber bevor es an einen potenziellen Investor verkauft werden kann, ist noch einiges an Vorarbeit vonnöten. Derzeit liegt der Vorgang bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, dem früheren Bundesvermögensamt, einem Immobiliendienstleister des Bundes. Dort aber heißt es, man könne in diesem frühen Stadium noch keinerlei konkrete Aussagen treffen. Erst sei eine enge Abstimmung mit der Stadt Hameln vonnöten.



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