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Täter zündet Werkstatt-Halle und zwei Schuppen an

Brandstiftung am Düth – Alarm für den ABC-Dienst

Afferde (ube). Sie war pechschwarz, viele Hundert Meter hoch und schon vom Fort Luise aus zu sehen – die riesige Rauchsäule, die gestern um 15.21 Uhr über dem Düth stand, wies Feuerwehrleuten aus nah und fern den Weg zum Teutberg in Afferde. Wieder einmal brannte es auf dem Gelände der ehemaligen Bauschutt-Deponie. Und wieder einmal war es Brandstiftung. Diesmal hat der bislang unbekannte Täter gleich an drei Stellen Feuer gelegt – in einer großen Lagerhalle und in zwei Schuppen.

veröffentlicht am 14.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 16:21 Uhr

Die Flammen fressen sich von innen nach außen durch. Ein Feuerwe
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Ortsbrandmeister Friedrich-Wilhelm Thies bat um Unterstützung. Neben der Wachbereitschaft aus Hameln und der Ortswehr Afferde eilten auch der 3. und 4. Zug sowie die Feuerwehr Hastenbeck in das Altdorf, um lange Schlauchleitungen zu verlegen und die meterhohen Flammen zu bekämpfen.

Plötzlich lag ein sonderbarer Geruch in der Luft – er sorgte am Brandort für Aufregung. Stadtbrandmeister Gerhard Rathing forderte um 17.53 Uhr den Kreisgefahrgutbeauftragten an. „Diese Dämpfe riechen verdächtig. Wir wissen nicht, was das ist“, sagt Ortsbrandmeister Thies. Um der Sache auf den Grund zu gehen, ließ der Chemiker und Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke Spezialisten des ABC-Dienstes aus Marienau anrücken. Am Abend stand fest: Es war Rattengift, das mit Löschwasser reagiert hat.

Ein Bagger kam nicht mehr zum Einsatz. „Wir wollten das aus Holz gebaute Haus, in dem sich viele Akten befanden, zunächst einreißen lassen, haben uns dann aber anders entschieden“, sagt Thies – und fügt hinzu: „Wir werden die immer noch schwelenden Trümmer mit einem Schaumteppich abdecken.“

Von dem vermutlich als Büro genutzten Holzhaus blieben nur qualm
  • Von dem vermutlich als Büro genutzten Holzhaus blieben nur qualmende Trümmer übrig. Dort suchte die Tatort-Gruppe nach Spuren.

Bereits am 17. September war auf dem Boden der 10 mal 15 Meter großen Werkstatt-Halle, in der auch gestern gezündelt wurde, ein Feuer gelegt worden. Ganz in der Nähe des Brandherdes lag seinerzeit eine Acetylenflasche. Es bestand Explosionsgefahr.

Auf dem Gelände hat es auch im März 2008 gebrannt – vor zweieinhalb Jahren gingen dort zwei große Wohnwagen in Flammen auf. Die Polizei vermutete Brandstiftung. Im März 2009 kippten fünf Kinder und Jugendliche, die sich nach Angaben einer Zeugin „zum Zündeln“ auf dem ehemaligen Betriebshof verabredet hatten, Kanister mit Hydraulikölen aus.



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