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Borkener Unternehmen kauft Westphal GmbH

veröffentlicht am 19.09.2011 um 17:17 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:35 Uhr

Hameln (HW). Die Zukunft des von Insolvenz bedrohten Hamelner Unternehmens Westphal Maschinenbau GmbH ist vorerst gesichert. „Trotz großer Widerstände ist es mir gelungen, diese Firma zu sanieren und fortzuführen und nunmehr an ein renommiertes Maschinenbauunternehmen im Rahmen eines Asset-Deals zu veräußern. Das ist der Verkauf sämtlicher Vermögenswerte. Hierdurch konnten Arbeitsplätze erhalten und zunächst auch der Standort in Hameln gesichert werden“, teilte Dr. Immo Hamer von Valtier jetzt mit.

Nach Angaben des Westphal-Insolvenzverwalters hat die Fooke GmbH aus dem nordrheinwestfälischen Borken den Betrieb in der Rattenfängerstadt rückwirkend zum 1. Juli übernommen. Allerdings ist der Vertrag noch nicht in trockenen Tüchern, da die Gläubigerversammlung noch zustimmen muss. Auch ist die Arbeit des Insolvenzverwalters noch nicht erledigt. „Ich bin noch damit beschäftigt, Forderungen einzutreiben und Verbindlichkeiten zu begleichen. Das wird noch einige Zeit dauern“, sagt Hamer von Valtier.

Das weltweit agierende Familienunternehmen Fooke, das 1904 gegründet wurde, hat sich auf Fräsmaschinen für die Luftfahrt, die Automobilindustrie und den Schienenverkehr spezialisiert. „Die Westphal Maschinenbau GmbH ist eine Ergänzung unseres Portefeuilles nach unten“, sagt Geschäftsführer Johannes Fooke, der am Standort Hameln festhalten will: „Wir haben in Borken gar nicht die erforderliche Kapazität. Wenn wir uns zu einer Region bekennen, dann sind wir auch standorttreu“. Die derzeit noch bei der Westphal Maschinenbau GmbH beschäftigten vier Mitarbeiter sind übernommen worden. Ob weitere hinzukommen, lässt Fooke offen: „Ich kann nicht in die Glaskugel schauen. Auch müssen wir Unternehmen und Leute erst einmal kennenlernen. Bis Ende des Jahres wird in Hameln auch noch nichts Neues produziert, weil wir dort erst noch zwei Anlagen für Schüco fertigstellen müssen. Letztlich sind Neueinstellungen von vielen Faktoren abhängig. Das muss sich entwickeln“.

Derweil hat der ehemalige Firmeninhaber René Westphal Vorwürfe gegen den Insolvenzverwalter erhoben: „Er verfolgt andere Ziele.“ So habe der Jurist aus Hannover eine Onlineversteigerung eingeleitet, bei der ein Bauteil von einer Firma erworben worden sei, bei der der Geschäftsführer ebenfalls den Namen Hamer von Valtier trägt. „Westphal versucht regelrecht, etwas hochzuziehen. Der Aktion war eine Bewertung vorausgegangen und Westpahl hatte auch den Bewerter hingehalten. Dann hatte sich der Mitarbeiter einer Firma gemeldet, bei der ein Verwandter von mir Geschäftsführer ist. Der wusste aber überhaupt nichts von der Angelegenheit. Ich versuche immer, ein sauberes Verfahren abzuwickeln“, betont der Insolvenzverwalter.

Westphal selbst spielt mit dem Gedanken, einen neuen Anlauf in die Selbstständigkeit zu nehmen: „Es gibt Kunden, die wissen, was ich kann. Es wird irgendwann eine neue Firma geben. Die ist gedanklich bereits geboren“.



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