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Motorboot-Club bringt Stege an

Boote können in der Stadt nun wieder anlegen

HAMELN. Es ist windstill im Hafen des Motorboot-Clubs Hameln (MCH), aber mit sechs Grad Außentemperatur doch frisch. Für Matthias Albrecht, den Vorsitzenden, und seine Vereinskollegen kein Grund, um das Vorhaben zu verschieben: Die Stege der Stadt Hameln, die im Hafen des MCH überwinterten, werden wieder rausgebracht.

veröffentlicht am 04.04.2019 um 13:12 Uhr
aktualisiert am 04.04.2019 um 16:20 Uhr

Harald Röger und Axel Hartmann (re.) vom Motorboot-Club Hameln helfen beim Transport und Anbringen der städtischen Stege. Foto: Dana
Karen Klages

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Karen Klages Reporterin zur Autorenseite
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„Wir haben gute Sicht“, sagt Albrecht. Und es ist trocken. Auch der Wasserstand am Weserpegel mit 176 Zentimetern lässt es zu, dass die Crew die Stege der Stadt Hameln aus dem Sportboothafen zu den Anlegern bringt.

Zuerst wird der längere der beiden Stege über die Weser transportiert: 27,80 Meter lang und 1,91 Meter breit ist der Steg, der nach gut einer Viertelstunde Fahrzeit zur Kaimauer vor die Sumpfblume gebracht wird, wo er seit 1990 jährlich liegt. „Lasst die Leinen los“, ruft Albrecht, der das vordere der beiden Boote, das Fahrschulboot „Luv“, steuert, das mit Schwimmseilen den langen Steg hinter sich herzieht. Das hintere Boot, das Arbeitsboot „Fifi“, ist mit Schwerlastgurten direkt am Steg festgemacht und lenkt diesen. „Die beiden bilden eine Einheit“, erklärt Albrecht. Die Richtlinien für den Transport der städtischen Stege gibt das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Hannoversch Münden (WSA) vor. Die Mitarbeiter des WSA sind an diesem Morgen auch auf der Weser unterwegs.



Albrecht und der Steuermann des hinteren Bootes, Matthias Gaudlitz, haben sich im Vorfeld auf bestimmte Handzeichen verständigt. Fünf Mitglieder des Motorboot-Clubs Hameln sind auf die beiden Boote verteilt, zwei warten an Land und helfen beim Anlegen. Sechs Stundenkilometer schnell ist das Gespann, die Fahrt verläuft aufgrund der ruhigen Witterung entspannter als gedacht. Auch das Einparken des Stegs an der Kaimauer stellt die Bootsfahrer vor keine großen Schwierigkeiten, obwohl zwischen Pluto und den Schiffen der Flotte Weser dieses Mal nicht so viel Platz ist wie sonst. Schon im ersten Anlauf klappt es, dass der 27 Meter lange Bootssteg an seinem Platz an der Kaimauer liegt.

Etwas spannender ist da schon die Fahrt mit dem kleineren der beiden Stege: Dieser ist 16,10 Meter lang und 2,40 Meter breit. Nachdem die Crew zurück im Sportboothafen ist, wird er – wie der erste auch – an den beiden Booten festgemacht. Das Manövrieren aus dem Hafen heraus hat zwar seine Tücken; aber auch hierbei verläuft alles nach Plan. Die Fahrt dauert nun etwas länger, denn der Steg muss durch die Schleuse gebracht werden. „Wir bringen ihn ans Werder“, erzählt Albrecht. Auch wenn die Strömung hier etwas stärker ist – die Bootsfahrer sind geübt. „Wir demontieren die Stege jedes Jahr im Herbst und bringen sie dann zum Frühjahr wieder raus“, erklärt der Vorsitzende des MCH, in dessen Sportboothafen die Stege überwintern. Der kleinere an der Werderinsel – 2006 dort errichtet – wurde im Winter neu beplankt. Dies haben die Mitarbeiter des städtischen Betriebshofs übernommen, denn die Stege gehören ja der Stadt Hameln.

Zwischen dem 1. April und 1. November eines Jahres können die Stege rausgebracht werden. Im vergangenen Herbst mussten die Stege aufgrund des niedrigen Wasserstands länger als geplant draußen in der Weser liegen bleiben. „Wir konnten sie erst im Januar dieses Jahres demontieren“, so Albrecht.



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