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In Panik laufen sie häufig davon

Böllerei macht die Tiere nervös

Hameln. Wenn wir Menschen uns auf Silvester freuen – die meisten Tiere tun es nicht. Ob Katze und Hund – sie alle haben Panik vor der lauten Knallerei und laufen häufig davon. Auch den Waldbewohnern schaden das Böllern.

veröffentlicht am 29.12.2015 um 15:56 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 00:21 Uhr

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Autor:

Ernst August Wolf
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Wenn an Silvester um Mitternacht ein Feuerwerk in die Luft gejagt wird, dann entzückt das zwar die Zweibeiner, vierbeinige Zeitgenossen wie Hund und Katze aber geraten mitunter in extreme Panik. Mehr noch: Vor allem Hunde spüren lange vor dem Jahreswechsel, das Unheil in der Luft liegt.

„Hunde können schon Tage vor der Knallerei den in der Luft liegenden Brandgeruch von Silvesterknallern riechen“, sagt Claudia Gebhardt, die Leiterin des Hamelner Tierheims. Der Böller-Geruch mache die Hunde nervös. Gehe dann die Knallerei um Mitternacht richtig los, löse das einen Fluchtinstinkt aus. „Ist ein Tier dann nicht angeleint, dann rennt es in Panik fluchtartig unkontrolliert davon“, warnt Gebhardt.

Gerade zu Silvester und an Neujahr steige daher das Aufkommen der im Hamelner Tierheim eingelieferten Tiere. „An diesen Tagen bringen uns Polizei und Bürger viele entlaufene Vierbeiner“, bestätigt die Tierheimleiterin. Auch Hörschäden seien mitunter bei den verschreckten Tieren festzustellen. Für sie steht fest: „Für alle Tiere ist die Silvesternacht ein sehr unangenehmes Ereignis.“

Was können Hunde- und Katzenbesitzer vorbeugend tun? „Am besten sie schaffen ihren Lieblingen geeignete Rückzugsmöglichkeiten in deren vertrauter Umgebung“, rät Gebhardt. Vor allem aber solle dem Tier signalisiert werden, dass alles in Ordnung sei. „Lassen Sie das Tier spüren, dass da nichts Schlimmes auf es zukommt.“ Am besten sei es allerdings, wenn auf die Silvester-Böllerei weitgehend verzichtet werde. Und wenn doch einmal ein Hund in Panik die Flucht ergreife und von selbst nicht wieder auftauche, dann sei das „Fundbüro der Tiere“ erste Anlaufstelle. Gebhardt: „Wir sind unter der Telefonnummer 05151/61550 rund um die Uhr zu erreichen und kümmern uns.“

„Pures Chaos“

Nicht nur Hunde und Katzen leiden in der Silvesternacht: „Für Wildtiere ist die Knallerei pures Chaos“, bestätigt Ottmar Heise, Leiter der Hamelner Stadtforst. Vor allem für Vögel sei neben dem akustischen der optische Stress durch die Lichtblitze erheblich. „Ein Riesenbelastung“, so Heise, „der die Nachtruhe der Vögel stört.“ Viele Tiere würden dadurch anhaltend traumatisiert. Vor allem Zugvögel litten darunter erheblich. Heise: „Wir appellieren daher, nicht in Waldnähe oder im Wald Knaller zu zünden. Weder in der Silvesternacht noch Restböller beim Waldspaziergang an Neujahr.“



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