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Bluttat in Hameln: Warum hatte die Frau ein Messer dabei?

veröffentlicht am 17.04.2009 um 16:15 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:37 Uhr

Messerattacke

Hameln (ube). Immer noch unklar ist das Motiv der Bluttat, die sich am Donnerstag um 8.46 Uhr auf der Hamelner Gertrudenstraße ereignet hat (wir berichteten). Da sich die Frau und der Mann zufällig begegnet sein sollen, stellt sich die Frage, warum die 31-Jährige eine Stichwaffe dabei hatte. Hat sie auch in der Vergangenheit stets ein Taschenmesser dabei gehabt? Oder hat sie es an diesem Tag extra eingesteckt? Wenn ja, warum? Was hat die Frau zu diesem Punkt bei der Polizei ausgesagt? Und: Entsprechen diese Angaben auch der Wahrheit? Polizisten sind derzeit dabei, die Angaben der Tatverdächtigen zu überprüfen. „Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren“, sagte Schedlitzki, ohne jedoch Details nennen zu wollen. Aus „taktischen Gründen“, wie es hieß.
 Der bei der Messerattacke schwer verletzte Hamelner (44) wird nach Angaben der Polizei auf der Intensivstation des Kreiskrankenhauses an der Weser behandelt. Seine Lebensgefährtin (31) steht im Verdacht, ihm mehrfach ein Messer in den Brustkorb gestochen zu haben. Gegen die mutmaßliche Täterin hat ein Richter des Amtsgerichts Hameln einen Untersuchungshaftbefehl erlassen. Das bedeutet: Sie muss in einer Zelle des Frauengefängnisses Hannover auf ihren Prozess warten.
 Bei der Tatwaffe habe es sich um ein Klappmesser gehandelt, sagte am Freitagnachmittag Polizeioberkommissar Jörn Schedlitzki auf Anfrage der Dewezet. Über die Klingenlänge schweigt sich das für Mord und Totschlag zuständige 1. Fachkommissariat des Zentralen Kriminaldienstes aus. Zur Begründung hieß es, das sei Täterwissen.
 Bislang haben sich noch keine Zeugen gemeldet, die den Streit auf der Gertrudenstraße oder den Messerangriff beobachtet haben. Die Ermittler bitten Dewezet-Leser, die Hinweise geben können, sich mit der Inspektion (Telefon: 05151/933-222) in Verbindung zu setzen.



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