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Stadtwerke und Landwirte wollen auf 36 000 Quadratmetern säen

Blumenwiesen für Hameln: Aussaat hat begonnen

HAMELN. Bunt soll es werden: – und das mit vielen Blumen, die Bienen und Insekten künftig ein neues Zuhause geben. Zusammen mit der Interessengemeinschaft der Landwirte pflanzen die Stadtwerke Hameln Blumen auf rund 36 000 Quadratmetern an, das entspricht in etwa der Fläche von fünf Fußballplätzen.

veröffentlicht am 03.05.2019 um 06:30 Uhr
aktualisiert am 07.05.2019 um 11:36 Uhr

Auf etlichen ungenutzten Grünflächen der Stadtwerke sollen künftig Blumen wachsen – den Insekten zuliebe. Foto: dpa
Maximilian Wehner

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Am Hamelner Brösselweg ist am Donnerstag auf einem rund 300 Quadratmeter großen Areal der Startschuss zur Aussaat gefallen.

Zum überwiegenden Teil (30 000 Quadratmeter) werden Blühstreifen auf Feldern angelegt, die in den Wasserschutzgebieten im gesamten Kreisgebiet liegen. Hinzu kommen noch rund 6000 Quadratmeter auf den Eigentumsflächen der Stadtwerke. Bisher wurden diese Grünflächen gar nicht genutzt.

Durch die neu angelegten Wiesen soll den Insekten Platz zum Leben zurückgegeben werden. Besonders in der Zeit, wenn Raps und Weizen nicht mehr blühen, fehlt Bienen, Schwebfliegen oder auch Schmetterlingen der Lebensraum. Dem wollen Stadtwerke und Landwirte entgegenwirken, sagt Stadtwerke-Geschäftsführerin Susanne Treptow. Vor allem erhofft sie sich, gegen das Insektensterben etwas tun zu können. Denn durch Blühflächen kann sich der Boden erholen, meint Treptow. Das komme der Artenvielfalt zugute. Die neu geschaffenen Biotope sollen möglichst schnell mit Leben gefüllt werden: Treptow will dazu auch Imker gewinnen, die ihre Bienenkörbe dort aufstellen.

Doch zuerst kommt die Aussaat: Dies passiere nun Anfang Mai, da nun kein Frost mehr zu erwarten sei, meint Friedrich Hake, Vorsitzender des Interessenverbandes der Landwirte. Ein spezielles Saatgut, das in Kooperation mit dem Ingenieurbüro Gerries zusammengestellt wurde, werde verwendet. Laut Treptow ist es auf die Bedürfnisse des Bodens im Weserbergland abgestimmt und besteht aus einer Mischung aus verschiedenen Gräsern und Kräutern.

Mit großen landwirtschaftlichen Maschinen wird das Saatgut in den Boden eingebracht und dabei flach abgelegt. Bis die Wiesen in voller Pracht blühen, werden wohl noch ein paar Wochen vergehen, führt Hake weiter aus: „Ich rechne mit Ende Juni oder Anfang Juli."

Die Wiesen sollen komplett sich selbst überlassen bleiben – und auch in den kommenden Jahren wieder blühen. Nur zum Ende des Jahres werde einmal abgemäht. „Dies ist eine ökologische Investition in die Natur", sagt Susanne Treptow. Vorteil jenseits des Artenschutzes: Die Stadtwerke ersparen sich das regelmäßige Abmähen der bisherigen Grünflächen. Die Idee, etwas für Bienen und Insekten zu tun, ist Stadtwerken und Landwirten auf einer Feldbereisung im vergangenen Jahr gekommen. Zeit, die Idee in die Tat umzusetzen, heißt es. Zunächst gelte es, Erfahrungen mit den neu angelegten Blumenwiesen zu machen. Bei Erfolg kann sich Susanne Treptow vorstellen, solche Wiesen auch im Stadtgebiet anzulegen. Dort würden die Stadtwerke ebenfalls ungenutzte Grünflächen besitzen. Auch die könnten in Blumenwiesen umgewandelt werden, meint Treptow.



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