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Blackout gibt Rätsel auf - Stromausfall hat Folgen für Vorwerk

veröffentlicht am 23.05.2011 um 18:28 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:35 Uhr

Hameln (ube). Auch am Montag haben Ingenieure der Stadtwerke Hameln und Experten eines Hamburger Unternehmens für Transformatorentechnik vergeblich nach der Ursache für den Stromausfall, der am frühen Sonntagmorgen für einen Blackout in der Kernstadt, im Klütviertel und im Industriegebiet Süd gesorgt hat, gesucht. Die Versorgung mit elektrischer Energie wird seitdem Vorfall über eine 30 000-Volt-Ersatzleitung sichergestellt. Die 110 000-Volt-Erdleitung, die von Afferde zum Transformator an der Hafenstraße führt, ist immer noch abgeschaltet. Unterdessen wurden neue Folgen des Blackouts bekannt.

Am Dienstag wird ein Hochspannungskabel-Messwagen des Braunschweiger Energieversorgers „BS Energy“ nach Hameln kommen, um auch das 2880 Meter lange Hauptkabel überprüfen zu können.

Der Stromausfall hatte sich um 5.22 Uhr mit einem extrem lauten Knall, durch den zahlreiche Bewohner der Südstadt aufgeschreckt wurden, angekündigt. Möglich, dass dieses Geräusch durch einen Kurzschluss an einem meterhohen Überspannungsableiter, der in der Freiluftschaltanlage der Stadtwerke an der Hafenstraße steht, entstanden ist. Dieses Bauteil ist zumindest hochgegangen. Obwohl der Strom nur 17 Minuten lang weg war, hatte der Ausfall Auswirkungen auf einige Unternehmen. Kompressoren fielen aus, Brandmeldeanlagen spielten verrückt, Computer stürzten ab, Telefone funktionierten nicht mehr. Dafür sprangen Notstromaggregate an, rückten Feuerwehren und Notdienste aus. Im Sana-Klinikum, bei Radio Aktiv und bei der Dewezet mussten Probleme behoben, Systeme runtergefahren und wieder neu gestartet werden.

Beim Teppichhersteller Vorwerk an der Kuhlmannstraße führte der Blackout nicht nur zum Ausfall von Kompressoren. Er hatte offenbar auch Auswirkungen auf die Warnsysteme. Es sei zu Fehl- und Falschmeldungen gekommen, die nicht richtig interpretiert werden konnten, sagte der für die Produktion zuständige Mitarbeiter, Harald Taufall. Erst gestern früh sei deshalb eine Störung in der Färberei entdeckt worden. Dort funktionierte die Wasserver- und -entsorgung nicht einwandfrei. Um kurz vor 6 Uhr wurde die Frühschicht der Garnfärberei nach Hause geschickt. „Das betrifft 30 bis 40 Mitarbeiter“, sagt Taufall. Die Produktion sei dadurch aber nicht behindert worden.
 



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