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Ein Schildbürgerstreich? 80 000-Euro-Schilder weisen Radwege falsch aus

Bitte einmal durch die Weser radeln

Hameln. Für 80 000 Euro hat die Stadt Hameln letztes Jahr den Auftrag vergeben, die Fahrradrouten neu auszuschildern. Beim Anbringen der Schilder ist allerdings einiges schiefgelaufen - an der Weser zeigt ein Schild mit der Aufschrift „Aerzen“ sogar mitten in den Fluss.

veröffentlicht am 24.02.2016 um 12:25 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 18:36 Uhr

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Wiebke Kanz

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Wiebke  Kanz Reporterin (in Elternzeit) zur Autorenseite
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Um die Fahrrad-Routen zwischen der Innenstadt und den Wohnquartieren deutlicher zu kennzeichnen, investierte die Stadt Hameln im vergangenen Jahr knapp 50 000 Euro in neue Schilder, weitere 30 000 Euro steuerte der Bund bei (wir berichteten). 627 neue Hinweispfeile und 400 Aufkleber an Laternen und Pfosten wurden im gesamten Stadtgebiet angebracht, um Radfahrern den Weg zu weisen. Nur ist beim Aufstellen und Anbringen der Schilder einiges schiefgelaufen.

An der Weserpromenade zwischen Elisabeth-Selbert-Schule und Pfortmühle weisen sechs Schilder die Radwege nach Rinteln, Hessisch Oldendorf, Aerzen, Groß Berkel, Bodenwerder, Bad Münder, Coppenbrügge, Emmerthal und Tündern aus. Das Schild für den Weg nach Rinteln und Hessisch Oldendorf zeigt nach Emmerthal, das Schild, das den Weg nach Emmerthal weisen sollte, zeigt in Richtung Hessisch Oldendorf. Wehrbergen liegt ebenfalls in der entgegengesetzten Himmelsrichtung, und das Schild mit der Aufschrift „Aerzen“ zeigt zwar grob in die richtige Richtung, nur halt auf keinen Weg, sondern mitten in die Weser. Häh? Genau.

„Die Schilder sind komplett falsch aufgestellt“, sagt Werner Berlips, der den Fehler im vergangenen Herbst bemerkte und der Stadt Hameln meldete. Die Schilder würden „umgehend geändert“, sagte man dem 64-Jährigen im Rathaus. Inzwischen ist es Ende Februar – und weniger ortskundige Radler, die beispielsweise nach Tündern wollen, werden noch immer stromabwärts nach Norden geschickt.

„Ich bin enttäuscht“, sagt Berlips – er verstehe nicht, warum das Ab- und Neuanschrauben einiger Schilder einen solchen bürokratischen Aufwand mit sich zu bringen scheint. Der Auftrag zur Beschilderung der Radwege sei im vergangenen Jahr an eine Firma vergeben worden, erfährt man im Rathaus. Dabei, so räumt die Stadtverwaltung ein, „sind einige Fehler aufgetreten“. Die Stadt habe bereits eine Mängelliste erstellt und der Firma übergeben. Diese werde in der kommenden Woche mit der Abarbeitung der Mängel beginnen.

Werner Berlips hofft unterdessen, dass die Behebung der Fehler nicht genauso lange dauern wird wie ihre Erfassung. „In etwa vier Wochen beginnt immerhin die Fahrradsaison – und viele Touristen nutzen wieder den Weser-Radweg“, sagt er.



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