weather-image

Bildungspaket: Bürokratie bereitet Schulen viele Probleme

veröffentlicht am 16.01.2012 um 15:16 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:34 Uhr

bildungspaket

Hameln (ch). Das Bildungspaket, das FDP, SPD und Union im Februar 2011 auf den Weg gebracht haben, soll bedürftige Kinder bei ihrer Schulausbildung unterstützen: Zum sogenannten Paket für Bildung und Teilhabe (BuT) gehören Schulausflüge, Mittagessen, Lernförderung, Schulbedarf sowie der Besuch von Sport- und Musikvereinen. Zuständig für die Umsetzung sind die Kommunen und letztlich die Schulen. Dort bemängelt man vor allem die Umständlichkeit des Verfahrens: Viel Mehrarbeit, für die weder Geld noch Personal bereitgestellt werden.

„Im Sinne der Kinder bemühen wir uns natürlich, alles möglich zu machen, aber uns fehlt die personelle Unterstützung“, erklärt Andreas Jungnitz, Schulleiter des Schiller-Gymnasiums. Nicht die Idee des BuT an sich, sondern Organisation und Umsetzung seien es, die die Schulen bemängeln. Das Problem: Nicht die Bezüge der Eltern werden erhöht, sondern das Geld in den meisten Fällen in Form von Gutscheinen ausgegeben.

Damit Nutzer des BuT nicht diskriminiert werden, muss an der Schule allerdings vertraulich bleiben, wer mit Gutscheinen bezahlt. Das Bundesministerium für Bildung und Soziales wirbt auf ihrer Homepage mit einem einfachen und unbürokratischen Abrechnungssystem. In der Praxis lässt sich dieses Versprechen nicht einlösen.

Selbst die Kommunen stöhnen: Die Verwaltungen hätten im Vorfeld  zu wenig Zeit  gehabt, um sich auf die Umsetzung des Bildungspakets vorzubereiten. Werbemaßnahmen sowie Absprachen mit Schulen und Vereinen erfolgten erst, als das Paket schon in Kraft war. Nachträgliche Änderungen durch den Bund wie die Verlängerung der Möglichkeit, Bezüge rückwirkend beantragen zu können, sorgten für zusätzliche Arbeit, erklärt  Holger Reinecke, stellvertretender Geschäftsführer des Jobcenters Hameln-Pyrmont.

Wie das Hamelner Jobcenter auf den erhöhten Arbeitsaufwand reagiert und warum bisher nur rund ein Viertel der 7448 Berechtigten bis Oktober 2011 einen Antrag gestellt haben, lesen Sie in der Dewezet.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige

Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

Immobilien mieten

Immobilien kaufen

Anzeige
Anzeige
Kommentare
Kontakt
Redaktion
E-Mail: redaktion@dewezet.de
Telefon: 05151 - 200 420/432
Anzeigen
Anzeigen (Online): Online-Service-Center
Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
Abo-Service
Abo-Service (Online): Online-Service-Center
Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
X
Kontakt