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Morgen Info-Veranstaltung des BUND

„Bildung für die Katz“ – Kampagne für den Tierschutz

Hameln (bha). Sie ist weder anhänglich noch schmust sie gerne mit den Menschen, sie ist, wie ihr Name schon sagt, „wild“, sie ist scheu und selten, und sie soll den Kindern bei aller Schüchternheit nähergebracht werden: die Wildkatze. Vor zwei Jahren hat der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) eine umfassende Informationskampagne gestartet mit dem Titel „Biotopvernetzung – Netze des Lebens“, die jetzt in Hameln in ein neues, konkretes Projekt mündet. Mit dem „Bildungspaket rund um Wildkatze und Waldverbund“ wenden sich der BUND Hameln und das Natur- und Umweltschutz-Zentrum (NUZ) an Lehrer, Erzieher und Multiplikatoren der Umweltbildung. Morgen finden dazu zwei Informationsveranstaltungen statt.

veröffentlicht am 14.02.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 00:41 Uhr

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Das „Bildungspaket“ besteht aus drei Komponenten: Unterrichtsmaterialien „Bildung für die Katz“, einer wissenschaftlichen Mitmachaktion und einer sogenannten Biodiversitätskiste, die so ziemlich alles beinhaltet, was Schulklassen für eine Exkursion in den Wald benötigen: Anleitungen, Packlisten, Rucksack, Bestimmungsbuch und etliches mehr. Damit stellt das NUZ „für Lehrer, Pädagogen und Umweltbildner ein umfangreiches Bildungspaket rund um die Themen Wildkatze, Wald und biologische Vielfalt kostenlos zur Verfügung“, sagt Thomas Kuper vom BUND-Wildkatzenteam. Für Niedersachsen seien die zusammengestellten Materialien ebenso wie für Bayern, Hessen, Thüringen und Baden-Württemberg mit den jeweiligen Bildungsplänen des Landes verknüpft. „Kinder und Jugendliche können so für diese Themen sensibilisiert werden und viel über die Biologie und Lebensweise der Wildkatze und das Ökosystem Wald lernen“, schildert Kuper den Zweck. Das Material lasse sich in den Unterricht integrieren, egal, ob in Biologie, Ethik, Religion oder in Geografie. Auch die Fächer Politik und Sozialkunde „vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe II“ sind laut BUND geeignet, um die Themen aufzugreifen.

Der BUND setzt sich seit vielen Jahren für den Schutz der bedrohten Wildkatze ein, die hierzulande lange Zeit nicht mehr gesichtet und durch die Jagd dezimiert worden war. Inzwischen ist sie auch im Leine-Weserbergland wieder entdeckt worden. „Sie leiden unter der Zerschneidung der Wälder durch Straßen, Siedlungen und die Landwirtschaft“, schreibt der BUND. War sie früher auf dem gesamten europäischen Kontinent verbreitet, zählt sie heute zu den Arten, die vom Aussterben bedroht sind.

Das BUND-Projekt „Biotopvernetzung – Netze des Lebens“ wird mit EU-Mitteln im Rahmen des Programmes LIFE+ gefördert. LIFE ist ein Finanzierungsinstrument der Europäischen Union, das Maßnahmen zugunsten von Natur und Umwelt innerhalb der EU finanziell unterstützt.

Morgen, 15. Februar, erklärt Thomas Kuper im NUZ (Berliner Platz 4) zwischen 13 und 16 Uhr den Interessierten die Materialien und deren Einsatzmöglichkeiten vor. Die Teilnahe ist kostenlos, um telefonische Anmeldung wird gebeten unter 05151/13671. Wer stattdessen einen Abendtermin bevorzugt, erhält ebenfalls morgen ab 17.30 Uhr Infos vom BUND und NUZ. Die einstündige Abendveranstaltung findet dann im Energieforum der Stadtwerke Hameln statt. Wer sich die Biodiversitätskiste ausleihen möchte, wendet sich an das NUZ unter oben genannter Telefonnummer.

Die Wildkatze sieht der Hauskatze natürlich ähnlich, doch es gibt Unterscheidungsmerkmale: sie hat vier bis fünf parallele dunkle Streifen im Nackenbereich, Streifen auf den Schultern und mehrere abgesetzte dunkle Bänder am Schwanz.



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