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Gruppe sammelt Unterschriften / „Ökologischer Irrsinn“

BHW-Mitarbeiter wollen Brückenabbriss verhindern

Seit letztem Donnerstag ist die Fußgängerbrücke am BHW gesperrt und soll nach Plänen der Stadt abgerissen werden. Passanten und Mitarbeiter es BHW müssen daher einen Umweg in Kauf nehmen und protestieren gegen die Pläne.

veröffentlicht am 20.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 01:41 Uhr

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Foto: Dana

Hameln (tk). Die Mitarbeiter des BHW müssen künftig, um ihren Arbeitsplatz zu erreichen, mehr Zeit einplanen. Der Grund: Die Stadt hat die Fußgängerbrücke, die die Rohrser Warte direkt mit der Luhbahnstraße verbindet und über die Bahngleise führt, letzten Donnerstag gesperrt und will diese abreißen.

Ursprünglich als Wärme-Versorgungsleitung für das BHW gebaut und von der Stadt seinerzeit zu einer Fußgängerbrücke erweitert, ist die Brücke nun sanierungsbedürftig. Um die Fußgängerbrücke zu erhalten, haben Mitarbeiter des BHW jetzt eine Arbeitsgruppe gebildet und sammeln Unterschriften, mit denen sie, gestützt durch den Betriebsrat, an die BHW-Geschäftsleitung, an das Energieunternehmen Enertec und die Stadt herantreten wollen, um für einen Erhalt zu protestieren.

„Für all jene Mitarbeiter, die in Afferde wohnen oder mit dem Fahrrad aus Emmerthal kommen, bedeutet der Abriss einen enormen Umweg“, sagt BHW-Mitarbeiter Rainer Pichote, der für die Arbeitsgruppe spricht. Sie alle müssten über den Güterbahnhof oder die Alte Heerstraße ausweichen, um zum BHW zu gelangen, was, je nach Wohnort, bis zu 2,5 Kilometer Umweg ausmache.

Zirka 800 Passanten nutzen die Brücke

Die Arbeitsgruppe schätzt, dass zirka 800 Passanten die Brücke täglich nutzen. „Wenn all jene, die die Strecke bisher zu Fuß erledigt haben, jetzt mit dem Auto fahren, ist das ein ökologischer Irrsinn“, erklärt Pichote. An einem Erhalt der Fußgängerbrücke aber, schätzt Pichote die Lage ein, sei die BHW-Führung nicht mehr unbedingt interessiert, da das Rohrser BHW-Rechenzentrum und der dortige Parkplatz nicht mehr unterhalten werden. Enertec seinerseits möchte zumindest die Energieversorgungsleitung für ihren größten Hamelner Kunden erhalten wissen. Über die Zukunft der Brücke kann Rainer Müller, Vorsitzender der Geschäftsleitung bei Enertec, allerdings nichts Konkretes sagen. Er bestätigt aber, dass es bereits Gespräche mit der Stadt als Eigentümer und dem BHW gegeben habe. Ob bei diesen Gesprächen allerdings auch die Option „Aufteilung der Sanierungskosten“ auf die drei Parteien, wie sie die BHW-Arbeitsgruppe als Lösungsweg vorschlägt, behandelt wurde, dazu will Müller sich nicht äußern: „Wir sind aber an einer konstruktiven Lösung interessiert.“ Eine Stellungnahme der Stadt zu dem Thema war bis Redaktionsschluss nicht zu erhalten.



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