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Historischer Westernverein öffnet sein Gelände in Afferde / Saloon und Häuser schon vorhanden

Bezahlt wird mit Tombestone-Dollars

Afferde. Und plötzlich waren die Gäste beim „Historischen Westernverein“ nicht nur gewöhnliche Besucher beim ersten Tag der offenen Tür, sondern Statisten und so mittendrin im Geschehen von „Tombestone“. Für die, die den Weg auf das Vereinsgelände unweit des alten Afferder Sportplatzes gefunden hatten, war es naheliegend, sich auf den Vorbau des großen Saloons zurückzuziehen. Schließlich muss für Helden ja angemessen Platz gemacht werden. Einige genießen gerade ihren mit dem Tombestone-Dollar bezahlten, Maisfladen. „Mit solchen Fladen haben einst die Indianer die ersten Siedler über den Winter gebracht“, erzählt Ulrike Flower. Ihr Augenmerk gilt der Ernährung der Kolonisten, und sie fügt sich damit in das Bestreben des Vereins – dem Nachstellen der Zeit des 19. Jahrhunderts in Amerika.

veröffentlicht am 10.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 20:41 Uhr

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Autor:

Birgit Sterner
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Zurück zur Duellszene. Daniel Kirsch mimt den typischen Revolverhelden, der mit grimmiger Mime auf seinen Kontrahenten, den Cowboy Manuel Seebode, zugeht. Die Steine knirschen unter den Stiefelschritten der beiden Revolverhelden. Die Luft ist zum Zerbersten angespannt, keiner wagt einen Laut. Die beiden Warnschüsse vom herbeigeeilten Marshall machen die Szene noch lebendiger. Ebenso spannend wie die Liveszene finden viele die ausgestellten Utensilien im gegenüberliegenden Museumszelt – Anfassen erwünscht. „Alles ist von unseren Vereinsmitgliedern im Laufe der Jahre zusammen getragen worden“, erklärt Vereinsvorsitzende Melanie Wosnitza und zeigt auf Waschbrett und Badezuber, Feldbett, Nordstaatenuniform oder Handwerksmaterial.

Seit 2006 ist der Verein auf dem 2250 Quadratmeter großen Gelände ansässig. Inzwischen gibt es außer dem 2010 fertiggestellten Saloon noch drei weiter typische Wohnhäuser einer Westernstatt. Besonders einfallsreich war dazu der Besitzer des jüngst fertiggestellten Gebäudes: Vereinsmitglied Sebastian Dios Soto hat zusammen mit Schwiegervater Manfred Koch kurzerhand einen Wohnwagen mit Holzverkleidung versehen. Auf Wunsch von Ehefrau Julia wurde eine großzügige Veranda dazugebaut. Dort will Dios Soto später einmal einen historischen Waffenhändler nachstellen.

Bei Heiko Seebode (M.) kann gegen Tombestone-Dollars getauscht werden.

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