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Veranstalter rüstet bei Schutzvorkehrungen auf

Betonkübel sollen beim Pflasterfest für Sicherheit sorgen

HAMELN. Betonsperren, Taschenkontrollen und verstärktes Sicherheitspersonal – die Schutzvorkehrungen für das Pflasterfest sind dieses Mal umfangreicher als in den Vorjahren. Um Amokfahrten wie in Berlin oder Barcelona vorzubeugen, sollen ab die Zufahrtsstraßen zum Veranstaltungsort durch Betonkübel blockiert werden.

veröffentlicht am 20.08.2017 um 14:34 Uhr
aktualisiert am 21.08.2017 um 07:40 Uhr

Damit wie im Vorjahr auf dem Pflasterfest entspannt gefeiert werden kann, werden entsprechende Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Foto: Archiv/Wilfried Hildebrandt
Jens Spickermann

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In kleineren Städten wie Hameln war so etwas bisher nicht üblich, doch seit dem Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt im vergangenen Jahr, haben der Veranstalter und die Polizei das bisherige Sicherheitskonzept verändert.

Durch den jüngsten Anschlag in Barcelona gewinnen die Maßnahmen nun eine unerfreuliche Aktualität, die Vorkehrungen seien aber schon länger durchgeplant gewesen, sagt Stadtmarketing-Geschäftsführer Dennis Andres.

Die zweieinhalb Tonnen schweren Betonkübel, die sonst in Bad Pyrmont für das Aufstellen von Weihnachtsbäumen verwendet werden, wird das Technische Hilfswerk mit Gelände-LKWs nach Hameln transportieren, wo sie mit Gabelstaplern in der Innenstadt platziert werden sollen. Damit die Einsatzkräfte sich nicht selbst vom Festgelände aussperren, sollen drei der Zufahrtsstraßen anstatt der Betonsperren allerdings durch Fahrzeuge der Feuerwehr abgesichert werden.

Auch bei anderen Maßnahmen hat der Veranstalter aufgerüstet: Der Sicherheitsdienst, der beim ersten Pflasterfest mit nur sechs Personen vor Ort war, wird seine Stärke verdreifachen und mit einem 18-köpfigen Team Präsenz zeigen. Anders als bisher sollen selektiv auch mitgebrachte Taschen durchsucht werden. Andres bittet deshalb, wenn möglich, auf Taschen und Rucksäcke zu verzichten. Selbstverständlich wird auch die Polizei das Gelände absichern. Mit welchem Aufgebot und welcher Ausrüstung sie vor Ort sein wird, will Polizeisprecher Jens Petersen aus einsatztaktischen Gründen aber nicht verraten. Bekannt ist allerdings, dass das Polizeibüro im Hochzeitshaus besetzt sein wird.

Etwa 15 000 Euro werden die Sicherheitsmaßnahmen den Veranstalter kosten, denn abgesehen vom Polizeieinsatz muss die Hameln Marketing und Tourismus GmbH alles selbst bezahlen.

„Das ist für uns ein Kostentreiber“, sagt Andres. „Aber die Sicherheit, daran kann man nicht sparen.“ Andres hofft darauf dass sich die Besucher durch die Absperrungen und die Polizeipräsenz nicht abschrecken lassen. Es gebe keinerlei Hinweise auf eine Bedrohungslage, betont Andres. „Das sind reine Sicherheitsvorkehrungen, damit man entspannt feiern kann.“

Mit weniger Besuchern als in den letzten Jahren rechnet er deswegen nicht. Die Lehre aus dem Anschlag in Barcelona sei schließlich auch, dass immer und überall etwas passieren könne, selbst wenn gar keine Großveranstaltung stattfindet.

„Das wäre schon traurig, wenn wir uns so beeinflussen ließen“, meint Andres.

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