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Seniorenbetreuerin im Klütviertel

Besuche gegen die Einsamkeit

Hameln. Sie kann zuhören, sie liest Geschichten vor, füllt Anträge aus, geht mit den Senioren spazieren, lässt sie erzählen, was ihnen am Herzen liegt und spielt sogar mit ihnen „Mensch ärgere Dich

veröffentlicht am 05.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 23:41 Uhr

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Autor:

Christiane Stolte
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nicht“. Kurz: Stephanie Steckel schenkt alten Menschen Zeit – und ein Stück Lebensqualität. Die 30-Jährige arbeitet seit Anfang des Jahres als Seniorenbetreuerin in der evangelischen Kirchengemeinde „Zum Heiligen Kreuz“. Sie hat die Nachfolge von Bettina Korr-Meyer angetreten.

„Diese Arbeit ist ein Geben und Nehmen“

Die Seniorenbetreuung wird im Klütviertel seit vier Jahren angeboten. Nicht jede Kirchengemeinde ist aus finanziellen Gründen in der Lage, diesen Dienst durchzuführen. „Ohne unsere Stiftung zum Heiligen Kreuz wäre es auch uns nicht möglich“, so Pastor Gerold Lange-Kabitz. Die 2003 vom Kirchenvorstand gegründete Stiftung habe den Zweck, die kirchliche Arbeit durch den Einsatz von Fachleuten in verschiedenen Gebieten zu fördern.

Die Seniorenbetreuung ist ein Baustein. Unter dem Motto „Kirche kümmert sich“ sucht Stephanie Steckel, verheiratet und Mutter zweier Kinder, den Kontakt zu Senioren. „Mit alten Menschen zu arbeiten, bereitet mir große Freude“, sagt die Diplom-Sozialpädagogin mit theologischer Zusatzausbildung. Diese Arbeit sei ein Geben und Nehmen, was sich positiv auf das Miteinander und die sozialen Kontakte auswirke. Schon im Alter von 14 Jahren habe sie ehrenamtlich Senioren betreut.

Ihre Aufgabe als Seniorenbetreuerin besteht darin, diese in ihren Wohnungen zu besuchen, ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, ihnen zu helfen, den Alltag trotz körperlicher Einschränkungen lebenswert zu machen und auch, ihnen ein wenig die Einsamkeit zu nehmen und das Selbstbewusstsein zu stärken. „Nicht alle alten Menschen wollen ihren Lebensabend in Seniorenheimen verbringen, sondern in den eigenen vier Wänden. Dabei möchte ich ihnen helfen“, betont die Seniorenbetreuerin.

Nicht nur Zuhören gehört zu ihren Aufgaben, auch die Organisation von ambulanter Pflege, Haushalts- oder Einkaufshilfen, Essen auf Rädern oder Fußpflege, die Begleitung zu Friseurbesuchen, Behördengänge, Hilfe beim Ausfüllen von Anträgen, Vorbereitung auf Besuche des medizinischen Dienstes der Krankenkassen zur Pflegeeinstufung und einiges mehr. „Jeden ersten Samstag im Monat biete ich den Senioren darüber hinaus einen Fahrdienst zum Hamelner Wochenmarkt an“, macht Stephanie Steckel aufmerksam.

Der Fahrdienst wie auch die Beratung und Betreuung durch die Seniorenbetreuerin sind unentgeltlich für die Senioren und deren Angehörige. Sie werden finanziert durch die Stiftung „Zum Heiligen Kreuz“.

„Im Laufe meiner Tätigkeit möchte ich die Angebote für Senioren noch ausweiten. Auch Theaterbesuche könnte ich mir gut vorstellen“, überlegt Stephanie Steckel. Da sie jedoch nicht alle Aufgaben allein bewältigen könne, werden Ehrenamtliche aus dem Klütviertel gesucht, die bereit sind, den Senioren ein wenig Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken. „Stephanie Steckel möchte ein Netzwerk der Nachbarschaft aufbauen“, bringt es Pastor Gerold Lange-Kabitz auf den Punkt.

Das nächste kostenlose „Taxi“ zum Wochenmarkt fährt am Samstag, 6. Juni. Senioren aus dem Klütviertel, die mitfahren oder überhaupt mit der Seniorenbetreuerin Verbindung aufnehmen möchten, können Stephanie Steckel unter 05151/406334 erreichen. Gegebenenfalls bitte auf den Anrufbeantworter sprechen. „Ich rufe garantiert zurück“, betont Steckel. Im Gemeindehaus ist sie montags zwischen neun und zehn Uhr erreichbar.

Seniorenbetreuerin Stephanie Steckel (re.) mit Gerold Lange-Kabitz und Seniorin Annemarie Rein-Piepho bei einem Plausch vor dem Gemeindehaus.

Foto: sto



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