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Einzelhandel oder gar nichts

Besteht noch Chance auf einen Nahversorger im Hottenbergsfeld?

HAMELN. Der Aldi-Markt im Hottenbergsfeld ist seit Ende Juni geschlossen. Öffnen wird der Discounter an dieser Stelle ganz sicher nicht mehr. Ob sich außer gelegentlichen Sonderöffnungszeiten in Zukunft wieder mehr in dem Geschäft an der Carl-Wilhelm-Niemeyer-Straße tut, war bislang ungeklärt. Nun steht zumindest fest: Ein Gewerbetreibender aus dem Handwerk zum Beispiel wird dort nicht einziehen, selbst dann nicht, wenn er es wollte.

veröffentlicht am 13.12.2018 um 16:34 Uhr
aktualisiert am 13.12.2018 um 20:30 Uhr

In jüngster Vergangenheit haben im geschlossenen Aldi-Markt im Hottenbergsfeld lediglich Sonderverkäufe stattgefunden. Foto: Dana
Lars Lindhorst

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Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite
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Die Politik hat flexibleren Möglichkeiten zur Nachnutzung jüngst einen Riegel vorgeschoben: Außer einem Lebensmittel- oder Getränkeeinzelhandel darf kein anderes Gewerbe die Immobilie nutzen. Grund hierfür sind die Bestimmungen des Bebauungsplans.

Lange ist seit der Aldi-Schließung im Sommer diskutiert worden, ob die Nutzung von Grundstück und Gebäude nicht auch für andere gewerbliche Nutzungen geöffnet werden sollte. Im bestehenden Bebauungsplan ist ein „Sondergebiet Einzelhandel“ für den Ex-Aldi-Markt festgesetzt worden; Nutzungen darüber hinaus sind nicht möglich.

Das Problem dabei: Es gibt aus der Einzelhandels-Branche offenbar keine Interessenten, die am Hottenbergsfeld ein Geschäft eröffnen wollen. Das sagt die Hamelner Stadtverwaltung, die auf Nachfrage bereits „sämtliche Discounter und Lebensmittelketten“ abgeklappert haben will. Die logische Konsequenz aus Sicht der Stadtverwaltung: Die Erweiterung des Sondergebiets für die gewerbliche Nutzung hätte eine „sinnvolle Weiternutzung der Immobilie“ ermöglicht. Dies wohl auch vor dem Hintergrund, dass sich zwischenzeitlich benachbarte, bereits im Hottenbergsfeld ansässige Gewerbeunternehmen für das Aldi-Gebäude interessiert hatten. Nun hat der Verwaltungsausschuss mehrheitlich gegen die Erweiterung gestimmt: „Damit bleibt es beim bestehenden Bebauungsplan“, fasst Stadtsprecher Thomas Wahmes das Verhandlungsergebnis zusammen. Ein Punkt bei dieser Entscheidung dürfte die Frage gewesen sein, warum man sich durch eine Erweiterung auf andere Gewerbearten die Chance auf einen Lebensmittelmarkt im Hottenbergsfeld verbauen sollte. Unter anderem Rohrsens Ortsvorsteher Jobst Werner Brüggemann hatte sich in der Vergangenheit vehement für einen Nahversorger als Aldi-Nachfolger ausgesprochen – damit Rohrsenern und Hottenbergsfeld-Anwohner weiterhin wohnortnah einkaufen könnten.

Aus der Konzernzentrale von Aldi Nord in Essen, Eigentümerin des Grundstücks, heißt es: „Wir befinden uns diesbezüglich in Gesprächen mit Kauf- und Mietinteressenten. Eine Entscheidung steht derzeit noch aus.“

Doch noch eine Chance auf ein Einzelhandelsgeschäft? Nach dem jüngsten politischen Beschluss ist die Auswahl der potenziellen Käufer zumindest begrenzt.



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