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Sabine Krauthäuser präsentiert Show, Stepptanz und Gesang im Hamelner Lalu

Bellabina lässt die Puppen tanzen

HAMELN. Die zehn Tänzerinnen und ihr männlicher Partner Heiko Fuhrmann sind lupenreine Amateure. Gerade das aber macht ihren mitreißenden Charme aus. Einmal keine auf Höchstleistung trainierten Showgirls, sondern mit viel Sex-Appeal und Ausstrahlung ausgestattete, engagierte Amateurinnen, die mit Herzblut bei der Sache sind. Und die ließen gleich zum Anfang einen mächtigen Hauch von Moulin Rouge durch die gut besuchte Traumfabrik Lalu wehen.

veröffentlicht am 06.01.2019 um 21:56 Uhr

Eine musikalische Zeitreise durch 150 Jahre Musik- und Tanzgeschichte – wunderbar inszeniert im Hamelner Lalu. Foto: eaw
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Ernst August Wolf Reporter
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Der Röcke schwenkende „CanCan“ eroberte die Herzen der Zuschauer schon bei der ersten Nummer. Was folgte, war eine abwechslungsreiche Revue, in der sich die Gesangseinlagen von Sabine Krauthäuser mit fetzigen Choreografien abwechselten und die jedem Musikgeschmack gerecht wurden.

„Rubingold“, so heißt Krauthäusers Künstlertrio mit dem Keyboarder Jörg Rudolf und Sven Petersen an den Drums. Die beiden bildeten den musikalischen Rahmen für die Musikerin, Darstellerin und vor allem Tänzerin Sabine Krauthäuser, die seit 28 Jahren das Hamelner Tanzstudio „Bellabina kulturell“ betreibt. „Von Kinderballett bis Erwachsenen- und Showtanz ist alles dabei“, so das Multitalent, das den Stepptanz ebenso beherrscht wie Klavier und Geige. Als Knef-Interpretin hat sich Krauthäuser außerdem einen Namen über die Region hinaus gemacht. Im Lalu präsentierte sie einen eher unbekannteren Song der Berliner Chanson-Legende: „Ich zieh‘ mich an und langsam wieder aus“, ein Stripperinnen-Chanson mit kritischen Untertönen.

Im Mittelpunkt der „Revue 2019“ aber standen die Tänzerinnen aus der seit 20 Jahren bestehenden Showgruppe des Tanzstudios Bellabina. Die liefen nach dem umjubelten Eröffnungs-CanCan zur Höchstform auf. Vor allem ihre Stepptänze hatte Krauthäuser wirkungsvoll inszeniert. „Steppen kennt heute kaum noch jemand“, stellte sie fest, „in den 50er und 60ern wollte das jeder können.“ In stilechten, originellen, selbstentworfenen und geschneiderten Kostümen glänzten nicht nur Adelgund Friske und Anja Korn mit ihrer Charleston-Darbietung, auch die anderen Stationen der musikalischen Zeitreise durch 150 Jahre Musik- und Tanzgeschichte gefielen außerordentlich gut. Im jeweils passenden Outfit ging es von Gangstersongs und Musicalmelodien aus den 30ern ansatzlos hinüber zu Abba oder Trude Herrs 50er-Jahre-Kultschlager „Ich will keine Schokolade“. Zwischendurch brillierte Krauthäuser ein ums andere Mal als Marlene Dietrich, Rita Hayworth oder Lale Andersen, ehe die Show in einem mutigen, dennoch gekonnten, absolut spektakulären „The Time Warp“ aus der „Rocky Horror Picture Show“ kulminierte. „Cabaret“-Songs, James-Bond-Reminiszenzen, Solonummern und Ensemble-Leistungen versprühten einen ungemein ansprechenden Charme, den das sehr gut unterhaltende Publikum völlig zurecht mit anhaltendem Applaus belohnte.

Tanzen ist ihr Leben: Sabine Krauthäuser (re.). Foto: eaw
  • Tanzen ist ihr Leben: Sabine Krauthäuser (re.). Foto: eaw


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