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Wanderung mit schamanischem Ritual zum Jahresausklang

Belastendes einfach verbrannt

Hameln/Marienau(git). Wir sind bereits mittendrin, in der Zeit „zwischen den Jahren“. Zwölf Tage werden dem Zyklus um die Wintersonnenwende vom 21. Dezember bis zum 6. Januar zugeordnet. Oft werden diese „Raunächte“ auch vom 24. Dezember bis zum 2. Januar gezählt. Zu keiner anderen Jahreszeit ließ und lässt sich unsere Stimmung so einfach von Ritualen beeinflussen. Die meisten Bräuche zu Weihnachten gehen auf die Ursprünge des Sonnenkults zurück. Eine 15- köpfige Gruppe des Naturheilvereins Weserberglands e. V. aus Hameln wollte es genauer wissen und nahm an einem schamanischen Feuer-Ritual zur Vorbereitung auf den Jahreswechsel teil.

veröffentlicht am 01.01.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 22:21 Uhr

Monika Meyer führte die schamanische Wanderung. Foto:git
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„Es ist die Zeit, in der das alte Jahr noch nicht zu Ende ist und das neue Jahr noch nicht begonnen hat“, erklärte die durchführende Schamanin Monika Meyer aus Marienau. „Wir alle sind ein Teil des Naturkreislaufes, was heute viele Menschen vergessen haben“, erklärt Meyer und fügt hinzu: „Die Natur gibt uns in dieser Zeit Ruhe vor“. So manche Winterdepression sei damit zu erklären. Es sei die Zeit des Nachdenkens und des Orakelns, aber auch die Zeit, das vergangene Jahr zu reflektieren.

Die Gruppe um Frau Meyer begann den Nachmittag des schamanischen Rituales zunächst mit einer Wanderung im Ithwald – zum Nachdenken über sich selbst. Begleitet von den Elementen der Natur: Erde, Wasser, Luft und Feuer. Die Teilnehmer sollten sich jedoch nicht überlegen was sie im nächsten Jahr besser machen wollen, sondern gedanklich mit persönlichen Themen des alten Jahres abschließen. „Dann bekommen Sie die Möglichkeit, sich mit frischer Energie dem neuen Jahr zuwenden“, erklärte die Schamanin.

Monika Meyer hatte nach schwerer Krankheit 1995 den Weg der Schamanin, Heilerin und Reiki-Meisterin gewählt. Mit ihrem alten Beruf in Teilzeit schafft sie inzwischen den Spagat zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Sie möchte nicht missionieren, sondern auf neue Sichtweisen aufmerksam machen. Das kommt an bei der Gruppe. Mit Räucherstäbchen für das Element Luft fand sich die Gruppe am Element Wasser (Waldteich) zusammen. Ein Baum konnte während der Wanderung für das Element Erde als persönlicher Baumbegleiter für 2010 ausgewählt werden. Der eine Teilnehmer fand ihn auf Anhieb, der andere suchte etwas länger. „Wir holen uns den Tannenbaum als Symbol des ständigen Lebens in unser Haus und schmücken ihn mit überlieferten Kraft-Symbolen wie Sonne, Mond und Sterne“, erklärte Meyer alte Sitten und Gebräuche. Das Lametta symbolisiere das Licht.

Beim Feuerritual gab die Schamanin den Teilnehmern Einblick in die Bedeutung des Jul-Festes. Dabei wurden früher am Morgen des 21. Dezembers alle Herdfeuer einer Dorf-Sippe gelöscht, um den Schritt der Natur nachzuvollziehen. Am Abend habe man ein neues Jul-Feuer als wiederkehrendes Licht entfacht. Mit den Worten „so sei es“ wurde das schamanische Feuerritual vollzogen. Jene Zettel brannten lichterloh und zerfielen zu Asche, auf der jeder einzelne Gruppenteilnehmer das geschrieben hatte, was er nicht mit ins neue Jahr nehmen wollte.



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