weather-image
11°

Wer zur Kommunalwahl im September nicht mehr für den Hamelner Rat kandidieren wird – einige überlegen noch

Bekannte Gesichter verlassen die Bühne der Politik

Hameln (HW). Die Fraktionsspitzen im Hamelner Rat haben es bereits kundgetan: Ursula Wehrmann (Grüne), Hans Wilhelm Güsgen (FDP), Glaudio Griese (CDU) und Fritz Rieger (Bürgerliste) werfen bei der bevorstehenden Kommunalwahl am 11. September noch einmal ihren Hut in den Ring, stellen sich dem Votum der Wähler und hoffen auf ein Mandat im neu zu wählenden „Stadtparlament“. Ein Fragezeichen steht noch hinter einer neuerlichen Kandidatur Uwe Schoormanns. Der Fraktionschef der Sozialdemokraten und Sprecher der Mehrheitsgruppe liebäugelt eigentlich mit dem Ausstieg, stünde aber noch einmal zur Verfügung, „wenn die Partei mich ruft“.

veröffentlicht am 31.01.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 05:41 Uhr

Thomas Kock (CDU).
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Dennoch wird der neue Rat auch neue Gesichter bekommen, denn viele der bisherigen Bürgervertreter beenden ihre politische Karriere oder planen zumindest eine Pause. Rolf Bremeyer hat seinen definitiven Abschied von der Bühne der Kommunalpolitik angekündigt: „Man soll aufhören, bevor es zu spät ist,“ sagt der 70-Jährige, der seit 1972 ununterbrochen die Interessen der Christdemokraten im Rat vertritt und zudem viele Jahre als Ortsvorsteher und Ortsbürgermeister in Halvestorf agierte. Auch Christa Bruns wird ihr politisches Engagement nach 30 Jahren beenden. „Ich möchte künftig meinen Hobbys nachgehen, mich im sozialen Bereich engegieren und den christlich-jüdischen Dialog fördern“, kündigt die Sozialdemokratin an. Bruns hat seit 1981 einen Sitz im Rat und bekleidete von 1991 bis 1999 als Ratsvorsitzende das Amt der Oberbürgermeisterin.

Auf eine neuerliche Ratskandidatur wird auch Thomas Kock verzichten, der seit 1986 ein Mandat innehat. Für den Kreistag, dem er vorsitzt, tritt der 54-jährige CDU-Politiker aber wieder an. „Weil mir die Kreispolitik besser gefällt und weil ich mit Landrat Butte besser klarkomme als mit Frau Lippmann“, begründet der Jurist. Jedoch nennt Kock auch zeitliche Gründe: „Es lässt sich nicht alles nach Feierabend erledigen. Und dann sollte man auch die Konsequenzen ziehen.“

„In der nächsten Periode müssen die Jüngeren ran“, erklärt Peter Metzger, der seine politische Karriere eigentlich schon vor fünf Jahren beenden wollte, durch den Tod des ehemaligen CDU-Fraktionsvorsitzenden Alfred Hodek jedoch während der laufenden Periode in den Rat nachrückte und damit noch einmal in die Kommunalpolitik zurückkehrte. Davon betroffen war auch Monika Stork-Meier, die für Hodek Sitz und Stimme im Kreistag übernommen hat. Ob die Christdemokratin jedoch überhaupt noch einmal antritt, lässt sie derzeit offen und nennt dafür persönliche und private Gründe: „Meine weitere Lebensplanung sieht anders aus, aber es werden erst noch Gespräche stattfinden.“

7 Bilder
Monika Stork-Meier (CDU).

Auf Gespräche mit ihrer Partei verweist auch Ingrid Merten. „Ich habe mich noch nicht endgültig entschieden, noch einmal für den Stadtrat zu kandidieren. Es kann sein, es kann auch nicht sein. Für den Kreistag aber ganz bestimmt.“ Aufgeben will die SPD-Politikerin aber ihr Amt als Bürgermeisterin von Klein Berkel, das sie 20 Jahre bekleidete. Mertens Parteikollegin Waltraud Mehring will ebenfalls nicht mehr Ortsbürgermeisterin sein. „Nach 20 Jahren höre ich in Afferde auf und mache Platz für junge Leute“, sagt sie und merkt an: „Ich habe auch mit 37 Jahren angefangen, und es ist für den Nachwuchs gut, wenn er sich auch mal unten tummelt.“ Für ein Mandat im Hamelner Stadtrat will sich Mehring aber noch einmal bewerben.

Gehen wird nach seiner zweiten Ratsperiode Peter Martin. Der 59 Jahre alte Anwalt, der auch im CDU-Fraktionsvorstand tätig war, nennt berufliche Überlastung als Grund, seine politische Laufbahn zu beenden: „Nach elf Jahren kann man Schluss machen. Und bevor man mich rausträgt ...; also ich habe mich entschieden.“

Ans Aufhören denkt auch die amtierende Ratsvorsitzende Sabine Prenzlow (SPD), Ehefrau von Uwe Schoormann und seit 1996 im Rat. Sie will sich künftig mehr ihrer Familie und privaten Freunden widmen. Ins Grübeln käme sie aber, wenn die Partei nicht nur ihren Mann, sondern auch die Gewerkschaftsfunktionärin zum Weitermachen überreden sollte. „Unter dem Vorbehalt steht das auch bei mir“, schließt sie ein Weitermachen nicht gänzlich aus. Dass die SPD aber nur einen von beiden rufen könnte, ist für Prenzlow ausgeschlossen: „Uns gibt es nur im Doppelpack.“



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt