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Jüdische Gemeinde Hameln feiert in ihrem Schabbat-Gottesdienst das traditionelle Torafest

Beim Freudenfest halten alle die Schriftrolle

Hameln (git). Ihr Simchat Torafest hat jetzt die jüdische Gemeinde in der Bahnhofstraße begangen: Es ist das jährliche Freudenfest der Tora. „Wir lesen dabei den letzten Abschnitt aus der Tora und anschließend sofort auch den ersten Abschnitt, feiern also Ende und Anfang beziehungsweise einen Kreislauf“, erklärt die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Hameln, Rachel Dohme.

veröffentlicht am 12.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 04:21 Uhr

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Traditionsgemäß wird in den wöchentlichen Schabbat-Gottesdiensten in der jüdischen Gemeinde Hameln fortlaufend aus der Tora gelesen. Bei der Tora handelt es sich um einen Teil der hebräischen Bibel. Ihr Inhalt besteht aus fünf Büchern, deren Abfassungen Moses zugeschrieben werden: es sind die sogenannten fünf Bücher Moses. In diesen Büchern wurden unter anderem Rechts- und Lebensordnungen als Wegweiser für das Judentum festgelegt.

Viele Jugendliche nahmen am Torafest in Hameln teil. Eine 30-köpfige Gruppe jüdischer Jugendlicher aus ganz Deutschland war deshalb eigens in die Rattenfängerstadt gereist. Gemeinsam mit ihrer Jugendleiterin Galit Reich nutzten die jungen Leute den Besuch der Hamelner Gemeinde auch als Seminarort – für Ausbildungen zum Madrichim (Jugendleiter).

Auch Rabbinerin-Studentin Natascha Lyskovoy aus Potsdam war bei dem Torafest zugegen. Die Studentin führte in der Synagoge in der Bahnhofstraße den Schabbat-Gottesdienst und das Torafest durch. Die angehende Rabbinerin ist im ersten Jahr ihrer Ausbildung, studiert am Abraham-Geiger-Kolleg der Uni Potsdam. „Natascha Lyskovoy wird bis Oktober 2010 fünf weitere Gottesdienste in Hameln abhalten“, freut sich Rachel Dohme.

Im Mittelpunkt der Tradition der Simchat Tora der jüdischen Gemeinde Hameln steht das Ausrollen des handgeschriebenen Pergamentes, auf dessen Seiten die fünf Bücher Mose in hebräischer Schrift festgehalten sind. Die Gemeinde Hameln besitzt zwei Tora-Rollen. In einer genau festgelegten Prozession werden beide Rollen aus ihrem Schrank genommen und eine Rolle davon feierlich entrollt.

„In Verbundenheit mit ihrem Glauben halten alle Gottesdienstbesucher die Schriftrolle gemeinsam“, erklärt Rachel Dohme. „So nehmen wir die Grundlage unseres jüdischen Glaubens ganz bewusst symbolisch in die Hand und in die Mitte – die Tora.“ Erst danach wurden die Abschnitte der Tora von Natascha Lyskovoy verlesen.

Am Ende des fröhlichen Festes gab es ein gemeinsames Essen. Für das Brot und den Wein sprachen die angehende Rabbinerin und die Jugendlichen zuvor einen Segensspruch.

Die Tora wird entrollt: In Verbundenheit mit ihrem Glauben halten alle Gottesdienstbesucher beim jüdischen Simchat Torafest die Schriftrolle gemeinsam.

Foto: git



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