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Ortstermin in Holtensen nach den Schlamm-Massen vom 8. Oktober / Schacht ist angedacht

Bei Starkregen ist auch die Stadt machtlos

Holtensen (gro). In der Nacht zum 8. Oktober hieß es im Magnolienweg in Holtensen „Land unter“. Und nicht nur das: Mehrere Kubikmeter Schlamm bedeckten Gärten, die Straße und waren aus Garageneinfahrten zu entfernen (wir berichteten).

veröffentlicht am 30.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 02:41 Uhr

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Dies nahm Ortsbügermeister Axel Kienscherf, auch auf Wunsch der Anwohner, zum Anlass, einen Ortstermin mit Andreas Bruns vom Fachbereich Umwelt und technische Dienste, Ortsratsmitglied Michael Dorn, Anwohner Thomas Lange und Ackerbesitzer Jens Müller anzusetzen und die Lage zu diskutieren.

Unmittelbar über dem Grundstück von Thomas Lange liegt der Acker von Jens Müller. Von dort aus waren die Wassermassen in einer Senke auf das Grundstück von Lange zugelaufen, trafen auf eine gut einen Meter hohe Absperrmauer. Der eingebaute Abwasserablauf mit einer Leitung von zehn Zentimetern Durchmesser schaffte die Wassermassen aber nicht. So stieg das Wasser, aufgrund des frisch bestellten Feldes mit hohem Schlammanteil, schnell und schoss über die Mauer, vorbei am Haus bis auf die Magnolienstraße.

„Wir können nicht zaubern und bei solchen Regenmengen mit bis zu 70 Litern pro Quadratmeter so etwas verhindern, aber wir versuchen, die Gefahr zu minimieren“, sagte Bruns. Vorstellbar sei ein Schacht vor der Mauer des Grundstückes mit einem Ausmaß von 80 mal 80 Zentimetern, abgedeckt mit einem Rost und bis zu 80 Zentimeter tief.

Ein „Normalstarkregenereignis“ könne damit entschärft werden, allerdings nicht eine Situation wie vom Anfang des Monats Oktober. Bruns will das Projekt in der Verwaltung vorstellen und bis zum Frühjahr 2010 eine zu verwirklichende Lösung erarbeiten. Für eine weitere Entschärfung der Gefahrensituation wird auch wohl sorgen, dass Landbesitzer Jens Müller sagt: „Wenn der Acker wieder befahrbar ist, werde ich den bis zu 60 Zentimeter hoch stehenden Schlamm vor der Mauer abbaggern. Das ist für mich immerhin guter Boden, und den werde ich auf dem Acker verteilen.“

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