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Sechs Dewezet-Leser schauen in der Rattenfänger-Halle hinter die Kulissen der „Dance Masters“

Bei Fehltritten muss schnell gelächelt werden

Hameln (amg). Für sechs Gäste beginnt die Show gut eineinhalb Stunden vor der Show: Bettina Frese, Andrea Kersting, Nicole und Ingo Klausing sowie Rita und Gerhard Pfeifer haben bei der Verlosung der Dewezet gewonnen und können nicht nur kostenlos „Dance Masters – The Best of Irish Dance“ erleben, sondern außerdem vor der Aufführung die Künstler persönlich treffen. Mit einer sogenannten Backstage-Karte in der Hand betreten Bettina Frese und Andrea Kersting durch den Hintereingang der Rattenfänger-Halle die Bereiche, die den Besuchern ansonst verschlossen bleiben.

veröffentlicht am 01.01.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 22:21 Uhr

Irish dance Foto:amg
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Mitarbeiter – Schwarzgekleidete, oft mit Headset am Ohr – hasten über den Flur. Die Stimmen, die aus den Räumen herausdringen, vermischen sich. Dass Deutsch und Englisch gesprochen wird, ist gerade einmal herauszuhören. Und während die beiden Freundinnen schnurstracks dem Crew-Mitarbeiter folgen, der sie in den Saal bringt, erhaschen sie einen Blick in die Räume hinter den Kulissen: Garderobe, Maske, in einem Raum werden offensichtlich noch Details der Show besprochen, in einem anderen hingegen ist – unüberhörbar – gerade Abendbrotzeit.

Allein dieser Backstage-Blitzbesuch ist für die beiden Dewezet-Leserinnen aus Bodenwerder und Hehlen interessant genug. Und obwohl auch für das folgende Gespräch mit den „Dancers Masters“ kaum mehr als zehn Minuten Zeit bleiben wird: „Es war auf jeden Fall ein besonderes Erlebnis, mit den Tänzern zu sprechen“, sind dich die Dewezet-Leser am Ende einig.

Während im Saal die Leute von der Technik die nötigen Vorbereitungen treffen, warten Siobhan O´Connor und Andrew Chaplin im Gang auf die Gäste. Der erste Eindruck: Von Glamour keine Spur. In Schlabberhose, Batman-T-Shirt, knallrotem Schal um den Hals und bunte Turnschuhe an den Füßen, außerdem super gut gelaunt und mit einem ansteckenden Lachen im Gesicht begrüßt Siobhan O`Connor die mittlerweile vollständige Gruppe. Und Andrew Chaplin: Ganz in schwarz und in olivgrünen Socken heißt er die deutschen Fans willkommen: „Nice to meet you!“

Und dann kann´s eigentlich auch schon losgehen mit den Fragen an die Stepptänzer. Dass alle sechs Gäste in den kurzen Dialog einbezogen werden, ist schließlich dem glücklichen Umstand zu verdanken, dass Nicole Klausing für die erkrankte Freundin, die eigentlich die Eintrittskarte gewonnen hatte, eingesprungen ist: Für die Fremdsprachen-Korrespondentin aus Hessisch Oldendorf ist es ziemlich easy, die Dolmetscherin zu spielen. Und auch wenn das eine und andere Mal doch nachgehakt werden muss, was denn die Iren genau meinen – man versteht sich irgendwie ganz wunderbar.

So ist zu erfahren, dass viele der Tänzer schon sprichwörtlich von Kindesbeinen an die Schuhe klacken lassen: Siobhan O`Connor etwa hat mit vier Jahren auf der Bühne gestanden. Mit heute 25 Jahren ist sie zwar die Älteste in der Truppe. Doch wie sie später beweisen wird, genau so atemberaubend flott auf den Füßen wie ihre Kollegen.

Dennoch: Das Tanzen sei harte Arbeit, gehe auf die Gelenke, und nach etwa zehn Jahren Show sei man als Profitänzer aufgerieben, erklärt der 22-jährige Andrew Chaplin. 110 Auftritte in Deutschland werden von Oktober 2009 bis April 2010 absolviert, wobei die Vorbereitungszeit vor Tourneebeginn, in der täglich acht Stunden trainiert wird, einem mit drei Wochen doch relativ kurz erscheint. Aber nach diesem Intensivtraining sitze alles, meint Siobhan, und vor jeder Show werde kurz geübt, ein Warming-up finde sowieso immer statt. Und für die „Fehltritte“, die auch einem Profi durchaus passieren, hat sie eine lachhaft simple Lösung: „Keep smiling!“ Ein strahlendes Gesicht ziehe eben immer die Aufmerksamkeit der Leute auf sich, erklärt sie schmunzelnd und schiebt dabei mit den Zeigefingern die Mundwinkel so hoch es geht.

Die „Basics“, erzählt Andrew Chaplin weiter, habe man, wenn man fleißig trainiere, in sechs Monaten drauf – aber den richtigen „Irish Dance“ zu beherrschen, dafür bräuchte es sieben bis 15 Jahre. Man glaubt´s ihm gern, und vor allem wer selber tanzt, weiß das Können der irischen Meistertänzer einzuschätzen: „Der Rhythmus, die Action, die Geschwindigkeit, und die äußerste Präzision – es ist einfach gewaltig, was da geleistet wird“, meint das Hamelner Paar Rita und Gerhard Pfeifer. Beide sind hellauf fasziniert von den Jigs und Reels.

Die 57-Jährige und ihr 72-jähriger Ehemann setzen persönlich lieber auf Standard und Latein, während Bettina Frese, 38, und Andrea Kersting, 40, es auch schon mit dem Irish Dance probiert haben: „Wir tanzen seit 25 Jahren im Verein und haben sogar ‚Lord of the Dance‘ aufgeführt – aber natürlich nicht in diesem rasanten Tempo wie die Profis.“ Was denn natürlich unbedingt bewiesen werden musst. Auch wenn die beiden sich erst zieren – gemeinsam mit Siobhan O´Connor geben sie schließlich eine Kostprobe irischen Stepptanzes zum Besten. Und mit dem Lob „Very good!“ verschwinden die Tänzerin aus Dublin und ihr Kollege hinter den Kulissen – schade eigentlich, denn die sechs „special guests“ hätten noch so vieles fragen wollen …Seite 39



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