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Bei der EWR ist der Insolvenzverwalter nur noch der Bestatter

veröffentlicht am 08.12.2009 um 15:19 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:37 Uhr

Hameln-Pyrmont (ni). „Das ist kein übliches Insolvenzverfahren“, sagt Stephan Höltershinken und macht an einem Beispiel den Unterschied deutlich: Als Insolvenzverwalter eines zahlungsunfähigen Unternehmens richte er seinen Fokus darauf zu prüfen, ob und unter welchen Bedingungen der Betrieb fortgeführt werden kann. Als Insolvenzverwalter der Erlebniswelt Renaissance sei er „nur noch der Bestatter“ eines Projektes, das schon längst gestorben ist. Die Frage, warum das so gekommen ist, habe ihn nicht zu interessieren. In diesem Fall, so der Anwalt, „bin ich allein dafür zuständig, die bestmögliche Befriedigung der Gläubiger zu erzielen“.
 Alleiniger Gläubiger in dem Verfahren ist die „NBank“, die als 100-prozentige Tochter des Landes Niedersachsen nahezu alle EU-Förderprojekte abwickelt. Sie fordert von der EWR Zuschüsse in Höhe von 9,7 Millionen Euro zurück, weil die Gewährung dieser Mittel an einen bestimmten Förderzweck gebunden war, der aber nicht erfüllt wurde. 

 Ob Zuschüsse förderkonform verwendet wurden – das zu klären ist nicht die Aufgabe des Insolvenzverwalters. Hötershinken durchforstet die Geschäftsunterlagen der Gesellschaft allein unter dem Aspekt „möglicher Schadensersatzansprüche, die gestellt werden könnten, um eine möglichst gute Quote für den Gläubiger herauszuholen“.



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