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Einigung mit der Stadt: Schwimmbad kostenlos – dafür werden Gebühren für die Sporthalle berechnet

Behindertenverein zahlt weniger

Hameln. Die Probleme des Behindertensportvereins sind vom Tisch: Wie Horst Hönig mitteilt, hat er einen neuen Nutzungsvertrag mit der Stadt Hameln abgeschlossen. Inhalt: Der Behindertensportverein kann das Hallenbad Einsiedlerbach weiterhin für die Wassergymnastik nutzen, muss aber nicht mehr dafür bezahlen. Stattdessen werden Gebühren für die Nutzung der Sporthalle an der Gröninger Straße berechnet. Die wird von dem Verein ebenfalls genutzt.

veröffentlicht am 22.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:05 Uhr

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Kerstin Hasewinkel

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Kerstin Hasewinkel Stv. Redaktionsleiterin zur Autorenseite
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Die Rechnung geht für den Verein auf: Während die Nutzung der Schwimmhalle rund 4600 Euro im Jahr kostet, würde für die Halle nur eine jährliche Gebühr von rund 800 Euro anfallen. „Das ist eine sehr gelungene Änderung“, findet Hönig. Die Stadt lege bei der Berechnung jetzt die für den Verein günstigere Variante zugrunde, heißt es dazu aus dem Rathaus.

Wie berichtet, hatte der Vereinsvorsitzende mitgeteilt, dass das Angebot der Wassergymnastik möglicherweise nicht mehr aufrechterhalten werden könne – aus Kostengründen. Die Nutzungsgebühren, die jetzt wieder abgerechnet worden waren, überstiegen die finanziellen Möglichkeiten des Vereins, so Hönig. In der Vergangenheit habe er gegensteuern können, weil durch Benefizveranstaltungen auch wieder Geld in die Kassen hereingekommen sei. Das habe aber in jüngster Zeit nachgelassen.

Die Stadt Hameln bestätigt auf Anfrage die neue Regelung. Grundsätzlich gilt für die Sportvereine, dass sie die Sportstätten kostenfrei nutzen können. Der entsprechende Ratsbeschluss sieht vor, Sport- und Schwimmvereine gleich zu behandeln. Und sie sollten die Wahlmöglichkeit haben. Einen Verein, der beides nutzt, gibt es nach Auskunft aus dem Rathaus nicht – außer eben den Behindertensportverein. Der nutzt die Sporthalle an der Gröninger Straße nur montags in der Zeit von 20 bis 22 Uhr. Wird eine Gebühr von fünf Euro pro Stunde zugrunde gelegt, ergeben sich bei rund 40 Terminen im Jahr etwa 800 Euro. Damit spart der Verein rund 3800 Euro jährlich.

Für Hönig eine große Hilfe. Die Kosten für die Übungsleiter und beispielsweise den Rettungsschwimmer im Hallenbad übernimmt der Verein auch weiterhin. Am Ball bleiben will Hönig auch in der Frage, warum es keine Ermäßigung für Behinderte in den Bädern gibt. Wie berichtet, hatte die CDU angekündigt, gegebenenfalls einen entsprechenden Antrag stellen zu wollen.

Und die Stadt glaubt, mit dieser Lösung auch keinen anderen Verein zu verschrecken, da die wiederum die Sporthallen kostenfrei nutzen können – und in viel größerem Umfang als der Behindertensportverein. „Wir haben so einen Hebel gefunden, der nicht die Gleichbehandlung der Vereine auflöst“, so der Stadtsprecher. Und da es keinen vergleichbaren Fall gebe, dürfte sich auch niemand an der Regelung stören können.

„Das Problem ist erst einmal gelöst“, sagt Fred Hundertmark, Vorsitzender des Kreissportbundes Hameln-Pyrmont. Allerdings schränkt er ein: „Ob das auf Dauer gut ist, wird sich zeigen.“

Der Spaß bei der Wassergymnastik ist jetzt noch größer: Der Behindertenverein darf das Schwimmbad kostenlos nutzen.fn



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