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Noch zwei Sperrungen, dann ist es geschafft / Voraussichtlich ab Ende Oktober läuft der Verkehr über die neue Brücke

Behelfsbrücke wieder frei – jetzt wird geschweißt

Hameln (ube). Seit 5 Uhr rollt der Verkehr wieder auf der Behelfsquere, hat Hameln wieder zwei Brücken. Damit sollten Staus auf Hochstraße und Thiewallbrücke fürs Erste der Vergangenheit angehören. Erst Ende April wird die Brücke erneut gesperrt – diesmal für eine Woche. Dann werden mit Autokränen tonnenschwere Betonfertigelemente in Position gebracht. Eine weitere, allerdings relativ kurze Sperrung ist nach Angaben des Leiters der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Markus Brockmann, für Ende Juni geplant. An einem Wochenende werden Betonmischer und Pumpen anrücken. Dann soll die Fahrbahntafel, auf die später die Asphaltdecke aufgebracht wird, gegossen werden.

veröffentlicht am 06.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 21:21 Uhr

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Brockmann rechnet damit, dass die neue Weserbrücke Ende Oktober für den Verkehr freigegeben wird. Behinderungen des Weihnachtsgeschäfts würde es dann nicht geben. Im Dezember hatten ein aufziehender Sturm und ein Defekt an einem Mega-Kran den Zeitplan durcheinandergebracht. „Wir liegen zwei Monate zurück“, sagt Brockmann. „Dennoch sind wir zufrieden, dass der letzte Bauabschnitt, also das Verlegen der großen Stahlträger, reibungslos verlaufen ist.“

Gestern Vormittag wurden die letzten Gitterelemente eines Riesenkrans auf Schwertransporter verladen und abtransportiert. Derweil sind Schweißer der Firma Stahlbau Dessau damit beschäftigt, die Stahlträger miteinander zu verbinden. Die Männer arbeiten in sogenannten Einhausungen. Man könnte diese aus Gerüstteilen und weißen Planen gebauten Gebilde als große Zelte bezeichnen, die über den Stellen aufgebaut wurden, an denen geschweißt werden muss. „Bis zum 4. April sind täglich von 7 Uhr bis 18 Uhr acht bis zehn Spezialisten über dem Fluss im Einsatz. Die Einhausungen dienen nicht nur als Wetterschutz“, erklärt der Bauleiter von Stahlbau Dessau, Klaus Scheffler. „Für das Schutzgasschweißen und die Korrosionsschutzarbeiten müssen wir Werkstattbedingungen herstellen.“ Die Arbeit der Schweißer wird laufend von Fachleuten geprüft. Jede Schweißnaht werde mit Ultraschall auf Schlackeeinschlüsse oder Fehler untersucht, sagt Scheffler. „Was wir hier machen, ist Qualitätsarbeit. Fehler sind nicht eingeplant. Die verursachen nur hohe Kosten.“

Es ist eine sehr anstrengende Arbeit, die die Brücken-Schweißer verrichten müssen. Teilweise muss über Kopf geschweißt werden. Das verflüssigte Metall, eine Speziallegierung, ist mehr als 1000 Grad heiß.

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