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Wo dürfen Einzelhändler ihre Waren in der Fußgängerzone platzieren?

Begrenztes Angebot

HAMELN. In der Hamelner Fußgängerzone gibt es eine Menge zu sehen – und damit sind nicht nur die Renaissance-Fassaden der Häuser gemeint: Die meisten Händler stellen eine Auswahl ihrer Waren vor den Geschäften auf, viele Cafés und Restaurants bieten zudem Sitzgelegenheiten in Sonnenschein oder Schatten. Doch wie weit dürfen solche Auslagen in die Fußgängerzone hineinragen? Und hält sich jeder an die Spielregeln?

veröffentlicht am 15.08.2018 um 18:56 Uhr

Gut erkennbar – eine Überschreitung des Traufstreifens. Die Warenauslage ist auf die Fläche rechts von der Veränderung der Pflasterung beschränkt. Inzwischen stehen die Kleiderständer auf der erlaubten Fläche. Foto: PR

Autor:

Lea Drewnitzky
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Diese Sondernutzungsflächen für Geschäfte werden von den Traufstreifen, einer Abgrenzung in der Pflasterung der Straße, begrenzt, erklärt Stadtsprecher Thomas Wahmes. Wo genau dieser verläuft, wurde bei der Planung der Fußgängerzone vor allem durch gestalterische Aspekte entschieden: „Das Gesamtbild der Fußgängerzone würde leiden“, wenn die Läden ihre Waren unbegrenzt herausstellen dürften, so Wahmes weiter. Auch müssen sich die Fußgänger frei bewegen können und die Rettungswagen im Notfall durchkommen können.

Laut Wahmes gibt es aber regelmäßig Überschreitungen dieser Grenzen. In den meisten Fällen reiche dann eine mündliche Verwarnung vom Ordnungsamt. Sollte es öfter zu solchen Überschreitungen kommen, würde ein Bußgeld von 50 Euro verhängt werden. Verstöße sollten an das Ordnungsamt gemeldet werden.

Für die Gastronomie hingegen gelten besondere Regeln. „Straßencafés tragen zu einem belebten Bild der Innenstadt bei“, sagt Wahmes. Es sei gewollt, dass die Leute draußen sitzen und Kaffee trinken können. Durch eine Begrenzung der Fläche auf die normalerweise zulässigen zwei Meter vom Gebäude wäre dies kaum mehr möglich. Sowohl die Gastronomiebetriebe als auch die Läden müssen für die Sondernutzungsflächen eine Absprache mit dem Ordnungsamt treffen: Je nach Lage des Geschäftes werde die Größe der Fläche festgelegt. Für einen Quadratmeter müssen Ladenbesitzer in Hameln 15 Euro pro Monat bezahlen, so Wahmes.

Für die Nutzung der Flächen gibt es ebenfalls festgelegte Regeln. So dürfen Händler und Gastronomen beispielsweise keine Pavillons oder Stoffvorhänge als Sichtschutz aufstellen. Zur Blindenleitlinie in der Mitte der Fußgängerzone müsse ein Meter Abstand gehalten werden, sodass diese immer frei liege, erklärt Wahmes weiter. Auch dürfe kein direkter Verkauf außerhalb des Ladens stattfinden.

Die Auslagefläche von zwei Metern Tiefe findet Manvir Singh vom Geschäft „Kahlon“ ausreichend. An seinem früheren Laden in der Bäckerstraße habe er diese auch immer eingehalten.

Am jetzigen Standort an der Osterstraße wurde diese jedoch zeitweise überschritten, um den Zugang zum Café „täglich“ nebenan freizuhalten. Mittlerweile befindet sich aber die Ware wieder auf der genehmigten Fläche.



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