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Gutachten zu Deckenschäden fehlt

Bauzaun am Kreishaus bleibt noch stehen

veröffentlicht am 06.09.2016 um 14:35 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:58 Uhr

Kreishaus Baustelle
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Von Sanierungsarbeiten am Kreishaus an der Süntelstraße ist noch nichts zu sehen. Am erst 2006 von der Kreisverwaltung bezogenen Gebäude taten sich an einer im Freien liegenden Decke im wahrsten Sinne des Wortes Löcher auf. An Unterdecken von am ersten Stock herausragenden Gebäudekomplexen hatten sich an Gipskartonplatten Schäden gezeigt. Farbe blätterte ab, Platten quollen auf, Risse entstanden (wir berichteten). Jetzt läuft ein Gerichtsverfahren zwischen Landkreis und Architekten.
Noch im Juni hieß es aus dem Kreishaus, dass ein, vom Gericht bestellter Gutachter die Ursache erkunden und die Sanierungskosten abschätzen solle. Der sei allerdings bislang noch nicht bestellt worden, kann Nikola Stasko, Sprecherin beim Landkreis Hameln-Pyrmont, nichts Neues in Sachen Reparaturarbeiten vermelden. Und vor dessen Besuch könne man nicht mit den Arbeiten beginnen.
Etwas ist doch neu : Ursache für die entstandenen Schäden an der rund 800 Quadratmeter großen Deckenkonstruktion seien nach derzeitigem Kenntnisstand Probleme mit der hinter der Fassade verbauten Wasserführung und nicht die hohe Luftfeuchtigkeit im Außenbereich, sagt Stasko. Wann mit der geschätzt 170 000 Euro teuren Reparatur losgelegt werden kann, ist also weiterhin offen. Sicher scheint dagegen zu sein, dass die Heizkosten für die über der Schadensstelle liegenden Besprechungsräume höher ausfallen können – denn 50 Quadratmeter Dämmung wurden in Mitleidenschaft gezogen.
Doch Nicht nur die beschädigte Decke am Kreishaus sorgt für gesperrte Bereiche an Hamelner Verwaltungsgebäuden.
‰ Im Rathaus sind mehrere Büroräume in der vierten Etage des Langbaus verwaist. Ende 2014 klagten dort tätige Mitarbeiter über gesundheitliche Probleme. Die Verwaltung reagierte, ließ Messungen in den Räumen durchführen. Dann das böse Erwachen: In zwei Büros wurde 2-Butanonoxim nachgewiesen – ein krebserregender Stoff. Saniert wurde daraufhin umfangreich . Sogar der Fußboden wurde ausgetauscht. Danach durchgeführte Messungen lagen im grünen Bereich. Dennoch werden die Büros momentan nicht genutzt. Und das wird auch in der nächsten Zeit so bleiben. Zwischenzeitlich waren Mitarbeiter versuchsweise an ihre alten Arbeitsplätze zurückgekehrt, die gesundheitlichen Probleme traten erneut auf. „Wir werden nicht im großen Rahmen Geld investieren, solange nicht die Zukunft des Gebäudes geklärt ist“, wartet man in der Verwaltung auf die Entscheidung, was mit dem Rathaus passiert, es abgerissen und neu gebaut oder saniert wird.
Weitaus größer und von außen sichtbar ist die sanierungsbedürftige Fassade eines Gebäudes vis-à-vis des Kreishauses. Seit vier Jahren stehen am Haus der Agentur für Arbeit Bauzäune. Dabei ist die Erneuerung des Äußeren dort nur der größte Brocken, um den Betonblock auf den neuesten Stand zu bringen. Fenster, Rohre, Fußböden, Toiletten und diverse Anlagen der Haustechnik müssten dringend erneuert werden, erklärte eine Pressesprecherin der Bundesagentur für Arbeit im August 2014. Passiert ist seitdem nichts. Den neuesten Planungsstand konnte ein Sprecher gestern nicht mitteilen. Zuständige Kollegen waren nicht zu erreichen gewesen, hieß es von der Behörde.

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Noch haben Instandsetzungsarbeiten am Kreishaus nicht begonnen.
Noch haben Instandsetzungsarbeiten am Kreishaus nicht begonnen.


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