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Ärger nach Kreishaus-Bau

Bauprojekte: Was für einen Totalunternehmer spricht

HAMELN. In der Diskussion um den Bau der Elisabeth-Selbert-Schule und die Art der Auftragsvergabe, über die am Dienstag im Kreistag entschieden wird, meldet sich der stellvertretende Landrat und Kämmerer Carsten Vetter zu Wort. Gegenüber der Dewezet betont er, dass die Kreisverwaltung „nicht gegen das heimische Handwerk“ sei, dass jedoch aus ihrer Sicht einiges für die Beauftragung eines sogenannten Totalunternehmers spricht, anstatt einzelne Gewerke auszuschreiben.

veröffentlicht am 12.01.2018 um 18:12 Uhr

„Wir haben immer noch Rechtsstreitigkeiten“, sagt Kämmerer Carsten Vetter über den Bau des Kreishauses. Foto: Dana
Birte Hansen

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Birte Hansen-Höche Reporterin zur Autorenseite
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Zum einen biete auch die europaweite Einzelgewerkausschreibung keine Verlässlichkeit, „ob oder welche heimischen Betriebe einen Zuschlag für das wirtschaftlichste Angebot bekommen würden“. Zum anderen sprechen Festpreis, Zeitersparnis und nur ein Ansprechpartner aus Sicht der Kreisverwaltung für die Beauftragung nach Ausschreibung eines Totalunternehmers. Laut Verwaltung rechnet sie mit einer Zeitersparnis von einem Jahr gegenüber der Einzelgewerksausschreibung.

Hinzu kommt, dass der Kreis schlechte Erfahrungen gemacht hat mit Einzelvergaben. So geschehen beim Bau des Kreishauses. „Zwölf Jahre nach Fertigstellung haben wir immer noch Rechtsstreitigkeiten“, sagt Carsten Vetter. „Wir verklagen Architekten, Architekten verklagen uns, einige Firmen gibt’s nicht mehr, wir bekommen die Mängel nicht behoben…“, listet Vetter auf, was negativ haften geblieben ist und was die Verwaltung beim Bau der Elisabeth-Selbert-Schule gerne vermeiden möchte. Damals Verantwortliche schöben immer den Ball hin und her.

Auch mit einem Totalunternehmer an der Spitze hätten heimische Betriebe die Chance, Aufträge zu bekommen. Warum Handwerksbetriebe in diesem Zusammenhang von vornherein ausschließen, dann als Subunternehmer zu agieren, kann Vetter nicht nachvollziehen. In jedem Fall „muss in Gesprächen mit dem TU das heimische Handwerk genannt werden“, sagt Vetter über die Möglichkeit, sich für die Region stark zu machen. Von einer Festschreibung einer Quote heimischer Unternehmen, dagegen hält er, anders als am Vortag vom Landkreis als Möglichkeit in Aussicht gestellt, nichts. Sie sei nicht praktikabel, weil man nicht wisse, wie voll dann die Auftragsbücher sind oder ob bestimmte Gewerke überhaupt von heimischen Betrieben erbracht werden könnten.



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