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Unfallzeugen melden sich bei der Polizei / Maßnahmen gegen Raser in Vorbereitung

Baum rettete Menschenleben

Hameln. Nachträglich haben sich Mitglieder einer zehnköpfigen Fußgängergruppe bei der Hamelner Polizei als Zeugen gemeldet. Die Gruppe befand sich zur Unfallzeit auf dem Gehweg der Deisterallee hinter einem der Bäume, gegen den der Ferrari geprallt war, berichten die Ermittler. Nach Angaben dieser Personen wäre der Ferrari in die Gruppe geschleudert, wenn das Fahrzeug nicht kurz zuvor durch den Baum gebremst worden wäre.

veröffentlicht am 04.08.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:22 Uhr

Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Eine Frau dieser Gruppe soll von einem Fahrzeugteil getroffen und dadurch leicht verletzt worden sein, heißt es. Die Staatsanwaltschaft Hannover hat über einen Richter am Amtsgericht Hannover die Beschlagnahme des Ferraris und die Erstellung eines Geschwindigkeitsgutachtens angeordnet.

„Dass zu bestimmten Tageszeiten und insbesondere in den Nächten zu Samstag und Sonntag vereinzelt mit überhöhter Geschwindigkeit gefahren wird, können wir nicht in Abrede stellen. Entsprechende Beobachtungen haben wir selbst gemacht oder wurden als Hinweise und Beschwerden an uns herangetragen“, sagt Polizeioberkommissar Jens Petersen. Es solle sich jedoch um Einzelfahrzeuge handeln, deren Fahrer kurzfristig ihre Fahrgeschwindigkeiten erhöhen, so der Polizeisprecher.

„Als illegale Straßenrennen, wie sie es teilweise in anderen Städten gibt, kann man dieses Phänomen nicht bezeichnen. Dazu gehören Vorbereitungen, Planungen und die Festlegung von Start- und Zielpunkt und zum Teil das Vorhandensein von Publikum an den Straßenrändern. Diese Komponenten fehlen nach unseren Erkenntnissen bei den Aktivitäten in unseren Bereichen“, erklärt Petersen. Es handele sich eher um spontane Beschleunigungsvorgänge, die schlecht zu kontrollieren und überwachen seien, heißt es.

Doch wie geht die Polizei in Zukunft gegen die Möchtegern-Formel-I-Piloten auf Hamelns Straßen vor? Gibt es mehr Präsenz? Verkehrsüberwachende Maßnahmen, wie sie bisher durchgeführt werden, scheinen nicht auszureichen, um die Raser ausbremsen zu können, weiß auch Petersen. „Es ist etwas in Vorbereitung, nähere Details geben wir aber noch nicht preis“, ist aus der Polizeiinspektion zu hören.



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