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Verwaltung reagiert mit Kompromissangebot auf Protest der Anlieger

Baufahrzeuge bis 7,5 Tonnen sollen durch Ritterstraße fahren

Hameln (ni). Die Anlieger haben protestiert, die Politik hat interveniert – die Verwaltung bewegt sich: Statt ausschließlich den Anliegern der Emmernstraße die Belastung des Baustellenverkehrs im Zusammenhang mit der Erneuerung des Pferdemarktes aufs Auge zu drücken, soll jetzt auch die Ritterstraße als Transportweg mit einbezogen werden. Mit der Lösung, die sich die Emmernstraße gewünscht hätte, ist das Kompromissangebot der Stadt allerdings nicht deckungsgleich.

veröffentlicht am 22.04.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 12:21 Uhr

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Zufahrt zur Baustelle über die Ritterstraße, Abfahrt über die Emmernstraße – für diese in ihren Augen „faire“ Regelung haben sich 110 Anwohner und Geschäftsleute mit ihrer Unterschrift eingesetzt – und jetzt zumindest einen Teilerfolg erzielt. „Wir werden die Baufima Kögel anweisen, alle Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht bis zu 7,5 Tonnen über die Ritterstraße fahren zu lassen“, erklärt Hamelns Erster Stadtrat Eckhard Koss und versichert: „Dadurch wird es für die Emmernstraße auch während der Geschäftszeiten zu einer spürbaren Entlastung kommen.“ Die Belieferung der Geschäfte soll während der Bauphase ebenfalls über die Ritterstraße erfolgen; und die Anlieferung vom Material für die Baustelle, wenn irgend möglich, ohnehin in der Zeit vor Geschäftsbeginn stattfinden. „Ohne Belastungen wird es nicht abgehen“, sagt Koss, „aber wir haben versucht, eine gewisse Ausgewogenheit zwischen Ritter- und Emmern-straße hinzubekommen.“

Um auch schwerere Lastwagen durch die Ritterstraße schicken zu können, müssten zuvor alle Häuser dort von einem Baugutachter geprüft werden. Dieses sogenannte Beweissicherungsverfahren ist nötig, damit sich später eindeutig klären lasse, ob Schäden an den Gebäuden tatsächlich durch den Schwerlastverkehr verursacht wurden – oder möglicherweise schon vorher vorhanden waren. Nicht nur, dass diese Gutachten die Stadt rund 50 000 Euro kosten würden; bis die Unterlagen auf dem Tisch liegen, würden auch mindestens anderthalb Monate ins Land gehen.

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