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Basis nimmt Guttenbergs Rücktritt gelassen

veröffentlicht am 01.03.2011 um 19:20 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:36 Uhr

Hameln-Pyrmont (ni/HW). Ein erschummelter Doktortitel hat dem Hoffnungsträger der Union politisch das Genick gebrochen: Karl-Theodor zu Guttenberg ist gestern von seinem Amt als Verteidigungsminister zurückgetreten. Das Bedauern über diesen Schritt hält sich unter heimischen CDU-Mitgliedern in Grenzen.
Für Claudio Griese ist der Rücktritt, wenn auch nicht längst überfällig, so doch an der Zeit. Der Hamelner CDU-Fraktionschef hätte sich von zu Guttenberg „von Angang an ein konsequenteres Verhalten gewünscht“. Die Plagiatsvorwürfe erst als „abstrus“ abzutun, dann kleine Fußnotenfehler einzuräumen, um schließlich unter dem Druck immer massiverer Vorwürfe den Doktortitel zurückzugeben – „zu Guttenberg hat es genau so gemacht, wie man es eigentlich nicht machen soll“, sagt Griese. Am Ende habe er gar keine andere Wahl mehr gehabt, als seinen Hut zu nehmen.
Thomas Kock, Hamelner CDU-Ratsherr und Vorsitzender des Kreistages, bedauert dagegen Guttenbergs Rücktritt: „Ich habe ihn für einen guten Minister gehalten, der sich für seine Soldaten eingesetzt hat.“ Der „junge dynamische Politiker“ sei bei der Bevölkerung gut angekommen. Für die Partei werde es schwer sein, einen adäquaten Nachfolger zu finden.
„Um den Politiker ist es schade, aber seine Fehler waren so deutlich, dass es so nicht weitergehen konnte.“ Otto Deppmeyer zeigt sich wenig überrascht vom Rücktritt. Dass dieser Sturz nach dem kometenhaften Aufstieg des CSU-Politikers zugleich das Ende seiner politischen Karriere bedeutet, glaubt der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion und Landtagsabgeordnete indes nicht: „Es würde mich nicht wundern, wenn er eines Tages wieder da ist.“



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