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Ortsrat für Rechtssicherheit für Wittenberg: Sondergebiet soll entwickelt werden

Basis für Brennholzbetrieb

UNSEN. Der Brennholzbetrieb Wittenberg soll auf festen Füßen stehen. Zu dieser Auffassung rang sich der Ortsrat Sünteltal in seiner Sitzung am Mittwochabend durch. Leicht machte er es sich dabei nicht. Bislang fehlt es dem Brennholzbetrieb noch an einer rechtlichen Grundlage.

veröffentlicht am 15.02.2018 um 17:29 Uhr
aktualisiert am 15.02.2018 um 21:20 Uhr

Ortsrat und Stadtverwaltung wollen das vom Brennholzbetrieb gepachtete Grundstück im Landschaftsschutzgebiet zum Sondergebiet erklären. Foto: fn
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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Dies wurde im Zuge der Diskussion um die Nachnutzung des NATO-Tanklagers in Unsen deutlich. Das Lager befindet sich im Landschaftsschutzgebiet Süntel. Das gilt auch für das Unternehmen Wittenberg, der von der Stadt bisher nur geduldet wird. Thomas Wittenberg hat etwa ein Drittel des zehn Hektar großen Geländes gepachtet, der Rest wird von der Forstgenossenschaft Hilligsfeld genutzt.

Damit der Betrieb Wittenberg rechtlich abgesichert ist, muss nun der Flächennutzungsplan geändert werden. Diese Änderung vorzunehmen, hatte die Stadt offenbar verschlafen. Jetzt soll innerhalb des Landschaftsschutzgebietes laut Stadtverwaltung das Sondergebiet „Brennholzherstellung“ entstehen. Darüber hinaus muss ein Bebauungsplan erstellt werden, weil Wittenberg auf dem Gelände bauen will. Eine 10 Mal 20 Meter große Halle für die Lagerung von Brennholz soll entstehen. Ursprünglich habe er dafür die bestehenden Tanks verwenden wollen, aber dann habe sich herausgestellt, dass die Behältnisse stark nach Benzin röchen und das Holz diesen Geruch aufnehmen würde. An den Verkauf dieses Holzes sei dann nicht mehr zu denken, führte Wittenberg während einer anberaumten Sitzungsunterbrechung aus.

Hatte der Ortsrat bislang immer hinter dem Brennholzbetrieb gestanden, äußerten am Mittwoch nun einzelne Ortsratsmitglieder Bedenken.So fiel es Ulrich Schmidt (FDP) schwer, nachzuvollziehen, weshalb für eine Einzelperson solch ein noch dazu kostspieliger Aufwand betrieben werde, um ein Unrecht der Stadt nachträglich zu legalisieren. Markus Maihöfer (SPD) merkte an, dass die Entwicklung des Betriebes nicht absehbar sei. So sei denkbar, dass Wittenberg eines Tages verkaufe und dort dann ein ungleich größerer oder anderer Betrieb entstehe, der mehr Betriebsverkehr und Lärm nach sich zöge. Um dieses Szenario von vornherein auszuschließen, empfahl der Ortsrat am Ende, die Beschlussvorlage der Verwaltung für das Bauleitplanverfahren entsprechend zu verändern. Es wurde festgehalten, dass das Gelände ausschließlich und innerhalb der festgelegten Grenzen von Brennholzbetrieben genutzt und keine darüber hinaus gehenden Flächenversiegelungen vorgenommen werden sollen. Die Entscheidung darüber liegt beim Rat der Stadt.

Dem Brennholzbetrieb Wittenberg fehlt es noch an Rechtsgrundlage.Foto: fn
  • Dem Brennholzbetrieb Wittenberg fehlt es noch an Rechtsgrundlage.Foto: fn


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