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Mehr als 500 Menschen demonstrieren gegen Verfolgung der Eziden im Nordirak

„Barbarische Taten“

Hameln. „Wir sind sprachlos, dass die Welt so blind bleibt.“ Zeyneb Akdas liebt Menschen – doch angesichts des Völkermords, der derzeit im Nordirak an den Eziden, einer kurdischen Minderheit, verübt werde, sei da im Moment „nur Wut“. Frauen würden dort „geschlachtet“ und zwangsislamisiert, so Akdas – und sie verstehe nicht, warum die Passanten so wenig Interesse zeigen. Schätzungsweise 500 bis 700 Menschen aus dem jesidischen Kulturkreis zogen gestern demonstrierend durch Hameln. Vom Bahnhof bis zur Hochzeitshausterrasse machten sie ihrem Ärger Luft. „Stoppt die Isis“ riefen sie – gemeint ist die Terrorgruppe Islamischer Staat. Ein Großteil der Demonstration lief auf Kurdisch ab, gemischt mit deutschen Sprechchören. Doch die meisten Passanten, die den Strom aus Männern, Frauen und Kindern beobachteten, wussten wenig damit anzufangen. Ein anfängliches Lächeln über die bunte Menge wechselte bei einigen schnell in Bestürzung, als ihr Blick auf die Schilder und Transparente fiel: „Isis mordet – die Welt schaut zu.“ Doch so kraftvoll die Demonstranten riefen, so friedlich blieb die Veranstaltung – anders als im westfälischen Herford. Dort war es vor wenigen Tagen zu Ausschreitungen zwischen Isis-Sympathisanten und kurdischen Jesiden gekommen.

veröffentlicht am 07.08.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 19:41 Uhr

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Autor:

VON ANDREA TIEDEMANN


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