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Bald wieder Leben im Hochzeithaus?

veröffentlicht am 30.07.2009 um 18:02 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:37 Uhr

Soll neu belebt werden: Die Gastronomie im Hochzeitshaus

Von Hans-Joachim Weiß

Hannover/Hameln. „Summen habe ich nicht im Gepäck, aber es war ein sehr nettes Gespräch“, bilanziert Hamelns Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann unmittelbar nach der Zusammenkunft mit Niedersachsens Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP). Zusammen mit Landrat Rüdiger Butte (SPD) weilte die Rathauschefin gestern in der Landeshauptstadt, um mit dem Minister die Zukunft der Erlebniswelt Renaissance (EWR) im Allgemeinen und die des Hochzeitshauses im Besonderen zu erörtern.

„Die EWR wird keine Zukunft mehr haben, denn Rösler hält an seinem Entschluss fest. Das bedeutet für uns, dass das Hochzeitshaus wieder an die Stadt Hameln zurückfällt und ganz neu genutzt werden kann, weil die Förderrichtlinien nicht mehr gelten. Mein primäres Interesse ist es nun, noch in diesem Jahr zunächst die Gastronomie wieder zu eröffen,“ plant Lippmann. Ein entsprechendes Okay durch den Wirtschaftsministers solle kurzfristig erfolgen.
 Am 14. August werden die EWR-Landkreise Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg die Verwendungsnachweisprüfung der EWR beraten. An diesem Tag wird dann wohl auch der Beschluss gefasst, die EWR aufzulösen. „Dann bleibt keine andere Wahl, als den Weg zum Insolvenzrichter anzutreten“, meint Butte, der noch einmal unterstreicht, dass die Gesellschafter-Landkreise kein weiteres Geld für die EWR in die Hand nehmen werden. Derzeit werde im Wirtschaftsministerium geprüft, inwieweit Fördergelder an die EU zurückgezahlt werden müssen. Laut Butte haben die Gesellschafter-Landkreise mit diesen möglichen Zahlungen nichts zu tun, sie müssten mangels Masse vom Land Niedersachsen getragen werden.
 Und diese drohende Option habe Rösler vorerst auch davon abgehalten, finanzielle Zusagen an die Stadt Hameln für die Weiternutzung des Hochzeitshauses zu machen, glaubt Lippmann, die diesbezüglich auf weitere, noch nicht terminierte Gespräche mit dem Wirtschaftsminister verweist. „Pläne haben wir genug, aber der Umbau ist das große Problem, weil das Hochzeitshaus ausschließlich auf EWR gemünzt ist. Egal, was wir realisieren wollen, wir brauchen Geld. Und zwar in einer Größenordnung, die die Stadt Hameln nicht liegen hat“, betont Lippmann und beziffert die erforderlichen Investitionen mit rund 2,5 Millionen Euro.
 



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