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Projekt GmbH stellt erste Freigabe für den Sommer in Aussicht / „Baden“ lässt noch auf sich warten

Bald Wassersport auf Tünderns Teichen?

Tündern (wul). 103 Tage bis zum Sommeranfang und 28,3 Kilometer bis zum Doktorsee in Rinteln, auf dem Wasserski gefahren werden kann, an dessen Ufern gecampt werden kann, um den herum es sich herrlich sonnenbaden lässt und für den die Pläne für noch mehr Qualität vorangetrieben werden (wir berichteten). Auch vor Hamelns Toren, an den Kiesteichen in Tündern, soll ein ähnliches Freizeitangebot entstehen. Das Projekt „Tündern See“ ist über einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren angelegt, aber in diesem Sommer soll, so der Wunsch der Planer, ein erster Abschnitt für Wassersport freigegeben werden.

veröffentlicht am 10.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 08:21 Uhr

Jeden Sommer sind die Kiesteiche beliebtes Ziel für Badende &nda
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Langfristiges Ziel ist es, auf und an einer zusammenhängenden Wasserfläche von 100 Hektar Freizeitmöglichkeiten aller Art anzubieten – mit Rundwanderwegen und einem Reitweg, mit Aussichtsständen sowie Gelegenheiten zum Segeln, Rudern, Kanufahren, Tauchen und Schwimmen. Um es vorwegzunehmen: Mit dem (legalen) Schwimmen in den Kiesteichen wird es auch in diesem Jahr noch nichts, weil dafür höhere Auflagen erfüllt werden müssten – wie beispielsweise das Bereitstellen von sanitären Anlagen – als für sogenannte „vorübergehende Nutzungen“. Eben jene könnten nun Wirklichkeit werden, wie Karl-Friedrich Meyer, Mitbegründer der Tündern See Verwaltungsgesellschaft mbH, (TSVG) erklärt.

„Bestimmte Events, Tagesveranstaltungen“ könnten laut Meyer bald an einem Teilabschnitt eines Teiches stattfinden, an dem kein Kies mehr abgebaut wird. Interesse an der Nutzung habe der Segel-Club Hameln bekundet. Meyer nennt die Ausbildung mit „kleinen Segelbooten“ als eine Möglichkeit, für die die Fläche freigegeben werden könnte. Auch den Mitgliedern des Hamelner Tauchclubs stellt er in Aussicht, dass sie noch in diesem Sommer in einem ausgedienten Kiesteich untertauchen können. „Wir arbeiten mit der Stadt dran“, erklärt Meyer. Dort allerdings wird noch auf „Konkretes“ gewartet, bevor eine Genehmigung erteilt werde, wie Ralf Wilde vom Fachbereich Umwelt sagt. Grundsätzlich stehe die Stadt dem Projekt positiv gegenüber, doch die unterschiedlichen Interessen müssten gegeneinander abgewogen werden. Wilde führt als Beispiele die Aspekte „Parken“ und „Müll“ an, an denen sich Tünderaner stören könnten. Auch die Interessen der Kiesabbauer seien noch mit jenen der „Tündern See“ in Einklang zu bringen – nach heutigem Stand müssen, so Wilde, nach dem Kiesabbau Renaturierungsmaßnahmen ergriffen werden, die noch nicht mit dem bestehenden Konzept in Einklang stünden. Damit aus den fünf kleinen Seen, wie geplant irgendwann eine große Fläche wird, müssten die planungsrechtlichen Grundlagen „harmonisiert werden“. Voraussetzung dafür: Die Kies abbauenden Unternehmen und die TSVG einigen sich.

Ein Umstand, der das gesamte Vorhaben derzeit entschleunigt: die Wirtschaftskrise. „Die Baubranche liegt am Boden“, sagt Meyer, sodass derzeit weniger Kies abgebaut werde. Und solange Kies drin ist, wird Kies rausgeholt, muss das große Sommervergnügen warten. Hoffnung setzt Meyer daher auf den Bau der Südumgehung, für die das Material benötigt würde. Eine andere Hürde auf dem Weg zu einer freien Wasserfläche kann dagegen in diesen Tagen genommen werden: 28 Strommasten, mit denen die Teiche gespickt sind, werden gerade entfernt.

Die Entwicklungen am vermeintlichen Konkurrenten Doktorsee sieht Meyer gelassen. „Keine Konkurrenz“, sagt er. Alles Vergleichbare, was in einem Abstand von „30 bis 50 Kilometern“ existiert, „tut uns nicht weh“, sagt Meyer. Und es klingt fast so, als könnte gleich morgen das große Baden am Tündern See losgehen.

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