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Hotelier unterstützt Fahrradstraße

Bald eine Lösung für das Nadelöhr am Hamelner Bürgergarten?

HAMELN. Wird das Jahr 2019 Bewegung in ein zentrales Verkehrsprojekt der Stadt Hameln bringen? Für das Nadelöhr am „Mercure“-Hotel, wo die Fahrradstraße der Scharnhorststraße in einen schmalen Fußweg übergeht – mit Freigabe für Radfahrer –, soll eine Lösung gefunden werden.

veröffentlicht am 28.12.2018 um 14:20 Uhr
aktualisiert am 28.12.2018 um 21:10 Uhr

Bislang soll dieser schmale Fußweg auch von Radfahrern benutzt werden – eine für alle Seiten unbefriedigende Lösung. Foto: mafi
Marc Fisser

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Marc Fisser Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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„Rathausplatz erhält Radlertrasse – aber wie?“, hatte die Dewezet bereits im Februar 2013 getitelt. Alle Nachfragen bei der Verwaltung mündeten seitdem in ein Vertrösten nach dem Motto „Kommt Zeit, kommt Rad“. Inzwischen gibt sich Stadtbaurat Hermann Aden sogar noch zugeknöpfter. Nicht einmal das den Planungen zugrunde zu legende Kartenmaterial möchte er herausrücken. Dabei hatte Aden kürzlich im Umweltausschuss des Stadtrates betont, die Sache sei „auf dem Weg“ und „ein konkretes Arbeitsthema“. Die Grünen hatten beantragt, die Verwaltung zu bitten, die Möglichkeiten zur Verlängerung der Fahrradstraße zum Kastanienwall aufzuzeigen und dafür die einhellige Unterstützung der Ratskollegen gefunden.

Falls die Zugeknöpftheit des obersten Planers im Rathaus mit den Verhandlungen zusammenhängt, die in dieser Sache mit Hoteleigentümer Fritz-Henning Jürgens zu führen sind, ist die Vorsicht möglicherweise übertrieben. Der Hotelier, dessen Grundstück bis zu dem schmalen Fußweg am Bürgergarten heranreicht, zeigt sich im Gespräch mit der Zeitung überaus kooperativ: „Auch aus unserer Sicht ist eine Fahrradstraße sinnvoll“, sagt er. „Eine Trennung von Fußgängern und Fahrradfahrern ist unseres Erachtens zwingend notwendig.“ An einer Neugestaltung des Bereiches habe auch sein Haus ein großes Interesse.

Bislang mündet der Fußgängerüberweg des 164er Ringes in die Hotelzufahrt, sodass Passanten und auch Radfahrer fast automatisch den Weg über das Privatgelände, die Hotelzufahrt mit Parkplatz, nehmen. Jürgens hat schon öfter heikle Situationen beobachtet, wenn Gäste ausparken. „Es wundert mich, dass dort nicht mehr passiert.“ Die Situation sei für alle Seiten unbefriedigend. Deshalb möchte er im Frühjahr weitere Gespräche mit der Stadt führen.

Der künftige Fahrradweg ließe sich geradeaus am Kunstkreis vorbei zum Kastanienwall führen, sodass die Route auch an Wochenmarkttagen befahrbar bliebe. Ein bis zwei Bäume oder die unansehnlichen Betonbeete ständen aber im Weg. Foto: mafi
  • Der künftige Fahrradweg ließe sich geradeaus am Kunstkreis vorbei zum Kastanienwall führen, sodass die Route auch an Wochenmarkttagen befahrbar bliebe. Ein bis zwei Bäume oder die unansehnlichen Betonbeete ständen aber im Weg. Foto: mafi
Der grau gepflasterte Fußweg ist öffentlich, der Parkplatz und die angrenzende Terrasse sind Hotelgelände. Im Bürgergarten böte sich eine hübsche Alternativstrecke für Passanten. Die Zugänge müssten angepasst und der Zaun versetzt werden. Foto: mafi
  • Der grau gepflasterte Fußweg ist öffentlich, der Parkplatz und die angrenzende Terrasse sind Hotelgelände. Im Bürgergarten böte sich eine hübsche Alternativstrecke für Passanten. Die Zugänge müssten angepasst und der Zaun versetzt werden. Foto: mafi
Bislang selten genutzt: Weg im Bürgergarten. Foto: mafi
  • Bislang selten genutzt: Weg im Bürgergarten. Foto: mafi
Der Hotelier möchte auch den dunkelgrau gepflasterten Bereich an seiner Terrasse aufwerten. Die Betonbeete seien nicht mehr zeitgemäß, sagt er. Foto: mafi
  • Der Hotelier möchte auch den dunkelgrau gepflasterten Bereich an seiner Terrasse aufwerten. Die Betonbeete seien nicht mehr zeitgemäß, sagt er. Foto: mafi
Die Fahrradstraße mündet in den Fußweg. Foto: mafi
  • Die Fahrradstraße mündet in den Fußweg. Foto: mafi
Der künftige Fahrradweg ließe sich geradeaus am Kunstkreis vorbei zum Kastanienwall führen, sodass die Route auch an Wochenmarkttagen befahrbar bliebe. Ein bis zwei Bäume oder die unansehnlichen Betonbeete ständen aber im Weg. Foto: mafi
Der grau gepflasterte Fußweg ist öffentlich, der Parkplatz und die angrenzende Terrasse sind Hotelgelände. Im Bürgergarten böte sich eine hübsche Alternativstrecke für Passanten. Die Zugänge müssten angepasst und der Zaun versetzt werden. Foto: mafi
Bislang selten genutzt: Weg im Bürgergarten. Foto: mafi
Der Hotelier möchte auch den dunkelgrau gepflasterten Bereich an seiner Terrasse aufwerten. Die Betonbeete seien nicht mehr zeitgemäß, sagt er. Foto: mafi
Die Fahrradstraße mündet in den Fußweg. Foto: mafi

Der Unternehmer strebt eine Lösung aus einem Guss an. Zu prüfen sei, ob das Hotel unterirdisch an die Rathausplatz-Tiefgarage angebunden werden kann. Die Restaurant-Terrasse solle verschönert werden. In diesem Zusammenhang sei es wünschenswert, dass die Stadt an geeigneter Stelle genügend Möglichkeiten zum Abstellen der Fahrräder von Wochenmarktbesuchern schafft. Beim Blick von der Dachterrasse seines Hauses hat Jürgens auch eine Idee, wie sich das alles kostengünstig und ohne das Fällen der Baumreihe lösen ließe: Im Bürgergarten verläuft parallel zum Zaun ohnehin ein Fußweg. Um diese Trasse zu nutzen, müssten nur die Zugänge angepasst und die Einfriedung versetzt werden. Der heutige Fußweg an der Grundstücksgrenze des Hotels könnte künftig Radfahrern vorbehalten werden – und geradeaus ginge es an Markttagen am Kunstkreis-Gebäude vorbei in Richtung Innenstadt weiter. Wenn es für eine optimale Lösung erforderlich wäre, würde Jürgens der Stadt auch einen schmalen Geländestreifen abtreten.

Mein Standpunkt
Marc Fisser
Von Marc Fisser

Der Verkehr in Hameln soll rollen, idealerweise ohne Schadstoffausstoß. Das hat die Stadt seit langem auf der Agenda – weil die Luft zu schmutzig und das Autoaufkommen zu groß ist. Doch im ablaufenden Jahr sind die Anstrengungen im Rathaus, die Infrastruktur zu optimieren, überschaubar geblieben. Zu viel drehte sich um den Bau der Minikreisel in der Gartenstraße und am Ahornweg. Die Verkehrswende hat dies nicht befördert.



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