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Bahnsteige und Gleise sind von Videoaufnahmen ausgenommen / Daten 14 Tage gespeichert

Bahnhof wird überwacht – aber nur innen

Hameln (tis). Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) und Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) haben sich vor dem Hintergrund des fehlgeschlagenen Bombenanschlags in Bonner Hauptbahnhof für eine Ausweitung der Videoüberwachung auf Bahnhöfen ausgesprochen. Am Hamelner Bahnhof gibt es bereits eine Videoüberwachung, allerdings nur im Bereich der Bahnhofshalle durch die Stadtwerke, nicht aber an den Bahnsteigen und Gleisen.

veröffentlicht am 18.12.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 00:21 Uhr

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Die Diskussion über mehr Videoüberwachung verläuft kontrovers. FDP, SPD und Grüne lehnen sie ab, Datenschützer äußern sich kritisch. Natalie Schäfer, Pressesprecherin der Stadtwerke Hameln, bestätigte, dass im Bahnhofsgebäude, das den Stadtwerken gehört, eine Videoüberwachung eingerichtet ist.

„Aus sicherheitstechnischen Gründen sind am und im Bahnhof mehrere Videokameras an verschiedenen Plätzen installiert. Die Bilder der Kameras laufen in unserer Netzleitstelle auf, wo sie 14 Tage lang gespeichert werden“, erklärt Natalie Schäfer. Diese Aufnahmen würden nur der Polizei oder Staatsanwaltschaft auf Anfrage herausgegeben. Zudem weist die Sprecherin der Stadtwerke darauf hin, dass ein beauftragter privater Sicherheitsdienst tagsüber 12 Stunden am Bahnhof präsent ist, auf den auch bei besonderen Veranstaltungen sowie in den späten Abend- oder Nachtstunden zurückgegriffen werden könnte. Die Überwachung auf den Bahnsteigen obliege aber der Deutschen Bahn.

Die Polizei Hameln greift im Rahmen ihrer Ermittlungen durchaus auf diese Videoüberwachung zurück. „Es gibt ja unterschiedliche Delikte auch im Bereich des Bahnhofs. Und wenn da eine Videoaufzeichnung hilfreich sein könnte, den Täter oder den Tathergang zu ermitteln, werten wir die Videoaufzeichnungen der Stadtwerke Hameln aus“, erklärt Polizeioberkommissar Guido Krosta.

Gero von Vegesack von der Pressestelle des Bundespolizeipräsidiums in Potsdam teilte auf Anfrage mit, dass man sich in Gesprächen mit der Deutschen Bahn befinde, um Optimierungsmöglichkeiten der Videoüberwachung und -aufzeichnung zu sondieren und konkrete Maßnahmen vorzubereiten. „Aus Sicht der Bundespolizei wäre beispielsweise die Erweiterung der derzeit vorhandenen Speicherkapazitäten zu begrüßen“, erklärt von Vegesack.



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