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Innungen haben fusioniert

Bäcker und Fleischer unter einem Dach

Hameln-Pyrmont. Bäcker und Fleischer haben fusioniert: In der neuen Innung haben sich fünf Fleischerei- und 14 Bäckereibetriebe sowie zwei Backfirmen aus dem Innungsbereich Hameln-Pyrmont zusammengeschlossen.

veröffentlicht am 14.04.2016 um 14:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:27 Uhr

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Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite
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Mit einem an seine Berufs- und Innungskollegen gerichteten „Gott schütze das ehrbare Handwerk, Gott schütze Euch“ schloss Thomas Wegener jetzt im Landgasthaus Hesse in Welliehausen die Innungsversammlung der Bäcker-Innung Hameln-Pyrmont. Es sollte die letzte sein. Denn wenige Minuten später begann die Gründungsversammlung der neuen Bäcker- und Fleischerinnung Hameln-Pyrmont, in der sich nun fünf Fleischerei- und 14 Bäckereibetriebe sowie zwei Backfirmen aus dem Innungsbereich Hameln-Pyrmont zusammengeschlossen haben.

Grund für diese Fusion: Durch Betriebsschließungen aus Mangel an Betriebsnachfolgern ist die Anzahl der Bäckereien im Landkreis in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurückgegangen; Wegener spricht von 21 Bäckereien, die noch 2010 bei seiner Übernahme der Innungsleitung existierten. Davon sind nun nur noch 15 Betriebe übrig geblieben. Bei den Fleischern ein ähnliches Bild: Dort sind von sieben Betrieben nur noch fünf in der Innung. Zwei Fleischereien haben den Verbund verlassen. War man sich zwischen den beiden Innungen bereits spätestens ab 1970 bei gemeinsamen Veranstaltungen von Innungsvergnügen näher gekommen, so waren ab 2013 dann offiziell Fusionsgespräche aufgenommen worden. Überlegungen, die jetzt in die Tat umgesetzt wurden. Betont wurde bei der Gründungsversammlung, dass man nun zwar einen Gewerke übergreifenden Zusammenschluss realisiert habe, diesem aber unter den Regionalaspekt vor der Alternative einer Orientierung zur größeren Fachinnung in Hannover den Vorzug gegeben habe.

Die neue Bäcker- und Fleischer-Innung Hameln-Pyrmont soll nun unter Ausnutzung von Synergieeffekten die aus Kostengründen in der Vergangenheit etwas eingeschlafene Innungsarbeit wiederbeleben: Nachwuchswerbung und Öffentlichkeitsarbeit sollen neue Impulse erhalten. Und so hatten die Mitglieder beider Innungen bei ihren Abstimmungen einstimmig für eine Fusion votiert, einigten sich einmütig über eine neue gemeinsame Satzung und über die Einbringung ihrer Innungsvermögen. Als erste Maßnahme soll nun ein neues Innungslogo gefunden werden und die finanzielle Handlungsfähigkeit der neuen Körperschaft auf solide Füße gestellt werden. So gehen beispielsweise Überlegungen dahin, wegen hoher finanzieller Belastung gemeinsam aus dem Landesinnungsverband auszutreten.

Einstimmig wurde der erste gemeinsame Innungsvorstand gewählt: Geschäftsführender Obermeister der neuen Innung ist für die kommenden drei Jahre Thomas Wegener, 1. Obermeister Bäcker Wilhelm Bente und 1. Obermeister Fleischer Joachim Dutschke. Gemeinsam will man nun die Strukturen und Finanzen der Innung neu gestalten, wobei ein Schwerpunkt wie gewohnt auf Lehrlingswerbung und Gesellenausbildung gelegt wird. Und daneben gehen die 2014 gestarteten Überlegungen weiter in Richtung Schaumburg: Hier böte sich ein weiterer Zusammenschluss mit den dortigen Innungen mit 14 Bäckern und sieben Fleischern an.



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