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Zahl der Fachgeschäfte sinkt – Innungen schließen sich zusammen

Bäcker und Fleischer künftig gemeinsam

Hameln. Im Bäcker- und Fleischerhandwerk schlägt der demografische Wandel zu: Vielen Betrieben fehlt der Nachwuchs, jemand, der das Geschäft übernimmt. Um dieses Problem wieder etwas in den Griff zu bekommen, schließen sich nun die Bäcker und Fleischer zu einer Innung zusammen.

veröffentlicht am 10.04.2016 um 14:46 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 13:50 Uhr

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Autor:

Lena Krückeberg
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Bäckerei- und Fleischereifachgeschäfte werden immer weniger. Einigen fällt das noch auf, andere merken es aber schon gar nicht mehr, weil sie ihre Brötchen und ihr Fleisch zum Großteil sowieso nur noch im Discounter kaufen. Das durch die günstigen Preise entstehende Kaufverhalten der Kunden ist jedoch nicht der einzige Grund, warum die Zahl der Fachgeschäfte weiter sinkt.

Vielen Betrieben

fehlt schon heute der Nachwuchs

Auch im Bäcker- und Fleischerhandwerk schlägt der demografische Wandel zu: Vielen Betrieben fehlt der Nachwuchs, jemand, der das Geschäft übernimmt. Um dieses Problem wieder etwas in den Griff zu bekommen, schließen sich nun die Bäcker und Fleischer zu einer Innung zusammen und treffen sich am Mittwoch, 13. April, zur ersten Innungsversammlung der Bäcker- und Fleischer-Innung Hameln-Pyrmont.

„Die Idee zur Fusion kam uns schon im letzten Jahr“, verrät der Geschäftsführende Obermeister der Bäcker-Innung Thomas Wegener. Schon früher gab es solche Zusammenschlüsse und auch an anderen Orten haben sich die Bäcker und Fleischer-Innungen schon zusammengetan. Wegener sieht darin hauptsächlich Vorteile: „Damit bekommen wir die Möglichkeit, größere Strukturen zu schaffen, auch über die Landesgrenzen hinaus. Aber vor allem, was den Austausch der beiden Handwerke untereinander angeht, ist diese Fusion ein Schritt in die richtige Richtung.“

Natürlich sind aber auch die schwindenden Mitgliederzahlen der Innungen ein Grund, warum sich Bäcker und Fleischer nun zusammentun wollen. In den letzten sechs Jahren reduzierte sich die Zahl der Mitglieder bei der Bäcker-Innung von 21 auf 15. Bei der Fleischer-Innung sind es mittlerweile sogar nur noch fünf Mitglieder. Diese Entwicklung ist vor allem darauf zurückzuführen, dass für viele Jugendliche die Ausbildung zum Fleischer- oder Bäckermeister zu unattraktiv geworden ist.

Mit der neuen Verbindung will die Bäcker- und Fleischer- Innung Hameln-Pyrmont jetzt in erster Linie auch die berufliche Bildung im Landkreis halten und wieder mehr Möglichkeiten zur Verfügung stellen, da sich viele Betriebe immer mehr in Richtung Hannover orientieren. Dies ist auch bei der Fleischerausbildung der Fall, die mittlerweile nur noch in Hannover angeboten wird. Solche Voraussetzungen sind für viele Jugendliche ausschlaggebend, sich gegen die Ausbildung zu entscheiden, da sie oftmals sogar die Fahrtkosten selber tragen müssen. „Wir haben schlichtweg ein Imageproblem und müssen mehr in unsere Auszubildenden und die Werbung investieren.“ Das soll unter anderem mit Auslandsangeboten für die Auszubildenden geschehen. Ihnen soll gezeigt werden, wie vielfältig ihr zukünftiger Beruf ist und was für Möglichkeiten sich noch bieten. „In unterschiedlichen Ländern sollen sie dann ihr Handwerk mal ganz neu erleben“, so die Vorstellung von Thomas Wegener.



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