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Kinder als „Praktikanten“ auf der Pluto / Regel Nummer eins: An Bord wird nicht gerannt

Backbord und Steuerbord verwechseln sie nicht mehr

Hameln. Einen Landgang mit der ganzen Bootscrew und eine zünftige Seemannsparty hat Felix nun hinter sich. Der Dreizehnjährige ist einer der letzten Kinder die den Landungssteg betreten, um die Pluto nun wieder zu verlassen. Er blickt ein wenig wehmütig zurück, winkt dann aber doch fröhlich der Herrenriege von der Marienkameradschaft zum Abschied noch einmal zu. Drei Tage und zwei Nächte durfte er als „Pluto-Praktikant“ auf dem Schiff verbringen und ein bisschen hineinschnuppern in so einen typischen Seemannsalltag.

veröffentlicht am 16.07.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 14:21 Uhr

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Autor:

Birgit Sterner
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Aber bezeichnen wir Felix’ Schifferlebnis doch lieber mit jenem Namen, den ihm der Hauptorganisator, das städtische Jugend- und Seniorenbüro gegeben hat: „Erlebnistage auf der Pluto“. So hieß das Feriencard-Angebot Nummer 130 – erstmals im Programm und prompt ausgebucht.

Nicht nur Felix hätte gerne noch einige Tage länger auf dem Schiff verbracht. Ein Verdienst der Marinekameraden, die sich rührig um die zehn Gäste im Alter von neun bis dreizehn Jahren gekümmert haben. Im Gegenzug spricht auch die Betreuungs-Crew der Pluto, allen voran der erste Vorsitzende der Marinekameradschaft Werner Weper, von drei tollen Tagen. Die Chemie und das vorbereitete Programm scheinen also gestimmt zu haben. „Dabei war es am Anfang zunächst nur eine Spontanidee, so etwas im kommenden Sommer anzubieten“, gibt Weper zu.

Aber was war denn nun so toll? Was berichten die Kinder am Ende ihrer Tage und Nächte an Bord? Die Betten seinen ziemlich schmal gewesen, heißt es, aber daran habe man sich gewöhnt. Ob es geschaukelt hat? Ja, aber nur, wenn ein anderes Boot vorbeigekommen ist. Das wäre dann aber o. k. gewesen – seekrank sei davon niemand geworden. Vom langen Bootsausflug mit dem Kutter der Marienkameradschaft nach Bodenwerder wird erzählt, er hat sichtlich Eindruck hinterlassen. „Da durfte, wer wollte, sogar mal kurz das Ruder halten“, erzählt Weper. Was Backbord und Steuerbord heißt, wissen die Kids jetzt ganz genau und benutzen die Wörter nun ganz selbstverständlich.

Welche Seemannsknoten sie gelernt haben, möchten sie demonstrieren. Lea beginnt mit einer „Bucht“. „Es gab einen kindgerechten Einblick in die Knotenkunde“, sagt Reiner Schmidtke. Auch über Signalflaggen haben die Gäste etwas gelernt. „Und an unsere wichtigste Hauptregel haben sich auch alle FerienCard-Praktikanten richtig gut gehalten“, fügt Weper hinzu. „Die lautete nämlich, dass auf diesem Schiff niemals gerannt werden darf“. Na dann: Schiff ahoi, vielleicht bis zum nächsten Sommer. Über eine Wiederholung denkt die Marinekameradschaft nämlich bereits nach.

Bootsabenteuer beendet: Felix geht von Bord.git

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