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Babylon in Holtensen

Toller Einstand für das neue „Tatort“-Team aus Nürnberg (Dagmar Manzel und Fabian Hinrichs): Es ging um Tod beim Sex am vergangenen Sonntagabend, und das Debüt aus Franken darf als gelungen gelten. Das meint auch der erfolgreiche Nürnberger Krimi-Autor Jan Beinßen (er stammt aus dem Schaumburger Land und hat als Lokalredakteur einst bei der Dewezet gearbeitet). Der Journalist durfte den Film schon vorab sehen und wurde vom Fernsehen (Bayrischer Rundfunk) nach seiner Meinung gefragt. Autor Beinßen, der seit rund zehn Jahren Krimis schreibt, glaubt an einen zusätzlichen Push für die Region Franken, die bisher in der Tatort-Reihe nicht berücksichtigt worden war. Nach Schule, Bundeswehr und begonnenem Germanistikstudium in Hannover absolvierte Beinßen ab 1987 ein Volontariat bei einer Tageszeitung in Stadthagen, ab 1989 arbeitete er vier Jahre als Redakteur in Hameln. 1993 zog er von Hameln nach Nürnberg, wo er seitdem als Journalist tätig ist, zunächst als Redakteur bei der Abendzeitung in Nürnberg, später als Leiter der Lokalredaktion. Seit 2003 arbeitet er im Hauptberuf bei der Flughafen Nürnberg GmbH als Redakteur/PR-Journalist. Beinßen ist Mitglied im Syndikat, der Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalliteratur. Von dieser wird jedes Jahr die Criminale organisiert, auf der sich die deutschsprachigen Kriminalautoren mit ihren Werken präsentieren. Ach ja: Weserbergland-Krimis hat er auch geschrieben.

veröffentlicht am 18.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 20:21 Uhr

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Babylon in Holtensen: Im März war der japanische TV-Moderator Daisuke Miyagawa erst selbst noch bei der Wok-WM von Stefan Raab, nun schickte er die asiatische prominente Entertainerin Nana Suzuki zu dem Holtenser Künstler Jörg Düsterwald, um dort eine Herausforderung der besonderen Art für seine große japanische Familienshow „ItteQ let’s Challenge the World“ zu absolvieren. Bei Temperaturen knapp über null Grad und Dauerregen hatte sie sich der Aufgabe zu stellen, als Bodypaintingmodel für ein Outdoor-Fotoshooting zu fungieren. Die internationale Produktion dieser Challenge nahm zwei Tage in Anspruch. „Innerhalb kürzester Zeit drehten eine englisch sprechende italienische Agenturfrau, ein österreichischer Producermanager, ein fünfköpfiges japanisches Fernsehteam, eine asiatische Prominente, eine kompetente Dolmetscherin sowie ein österreichischer Fahrer mein Atelier auf links“, beschreibt Düsterwald die plötzliche Invasion. Ein kurioser Quiz-Buzzer-Hut kam zum Einsatz, Straßen wurden kurzzeitig blockiert, der Künstler bekam noch kurz Schauspielunterricht. Für die künstlerische Körpermalerei wechselten dann die Drehorte mehrfach zwischen dem Holtenser Atelier und dem ausgesuchten Waldstück unterhalb des Schweineberges. „Die japanische Dame war anfänglich ziemlich quirlig, in höchsten Tonlagen laut, und ich habe kein Wort verstanden“, schmunzelte der Holtenser. Aber als dann von dem Filmteam als Abschlussgag die Hamelner Feuerwehr in den Wald gebeten wurde, um mit frischkaltem Wasser für Sauberkeit zu sorgen, war Frau Suzuki zum Schluss doch recht still. „Den japanischen Humor muss man wohl nicht verstehen“, entließ Düsterwald kopfschüttelnd die TV-Crew, die ihn und die Szenen später 20 Millionen asiatischen Zuschauern präsentierte. Gute Fotoergebnisse sind trotzdem auch gleich noch dabei herausgekommen, wovon sich eines davon vielleicht in einem seiner nächsten Kalender wiederfindet. Eine Bildergalerie zu dem japanischen Geschehen ist einzusehen auf www.dewaldo.de.

Viel zu erzählen gab es in der Sendung „Plattenkiste“ bei NDR 1 Niedersachsen. Kein Wunder, wurden dort doch Menschen vorgestellt, die ein in der heimischen Region eher ungewöhnliches Hobby haben – das Alphornblasen. Am vergangenen Dienstag zwischen 12 und 13 Uhr unterhielten sich Walter Lotze (aus Bad Driburg-Neuenheerse), Heinz-Hugo Noack (Neuhaus-Fohlenplacken) und Hans-Jürgen Hilmer (Bodenwerder-Linse) mit Moderator Michael Thürnau über die Arbeit der Alphorngruppe Weserbergland. Von Montag bis Freitag heißt es zwischen 12 und 13 Uhr bei NDR 1 Niedersachsen „Die Plattenkiste – Hörer machen ein Musikprogramm“, und die Sendung wird komplett von den Gästen gestaltet. Hier können sich Vereine, Clubs, Organisationen vorstellen, Informationen zur Bewerbung unter www.ndr1niedersachsen.de.

„Ei, ei, ei. Wenn das man nicht der Rattenfänger sein soll“, mag sich Joachim Buddensiek gedacht haben, als der Hamelner die eine mannshohe Flöte spielende Froschfigur im Park einer türkischen Hotelanlage in Kemer entdeckte. Buddensiek – Markenzeichen Wollmütze und Walrossbart – kennt nahezu jeder Besucher des Hamelner Wochenmarktes, verkauft der Hamelner doch seit Jahren zweimal wöchentlich Eier und Geflügel am Stand von Ewers aus dem Extertal. Jetzt hatte Buddensiek die kleinen Vögel Vögel sein lassen und selbst einen großen bestiegen – er war mit der Hessisch Oldendorfer Arbeitsgemeinschaft der SPD 60 plus zum Ausspannen an die türkische Mittelmeerküste geflogen. Eine Jeep-Fahrt durch 1600 Meter hohe Gebirgszüge und Touren auf den Küstenstraßen rundeten den Trip der heimischen Sozialdemokraten ab.

4 Bilder

christa.koch02@gmail.com

Zu Gast in der Plattenkiste: Walter Lotze, Hans-Jürgen Hilmer und Heinz-Hugo Noack mit Moderator Michael Thürnau. NDR

Ließen es sich in der Türkei gut gehen: Joachim Buddensiek und Marlies Kolbe. pr

Making-of-Foto vom japanischen TV-Dreh in Holtensen. T. Skupin



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