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Hamelner legt Rückwärtsgang ein und gibt Vollgas – das rettet ihm das Leben

Autofahrer sitzt auf Bahnübergang fest

Hameln (ube). Ein Autofahrer (54) aus Hameln ist am Mittwochabend gegen 19 Uhr durch eigenes Verschulden in eine lebensgefährliche Situation geraten. Mit seinem VW Golf saß er auf dem Bahnübergang an der Marienthaler Straße fest. Als sich ein Zug in Hörweite befand, bekam der Mann Angst – er legte den Rückwärtsgang ein und gab Vollgas, um sich zu retten. Sein Wagen durchbrach eine geschlossene Halbschranke.

veröffentlicht am 16.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 19:21 Uhr

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Nach den Ermittlungen der Polizei war der Hamelner zuvor um eine bereits geschlossene Halbschranke herumgefahren. Da sich nur Sekunden später auch die Schranken auf der anderen Seite senkten, saß der Fahrer in der Falle.

An Pkw und Schranke entstand ein Schaden, der auf 10 000 Euro geschätzt wird. Die Polizeiinspektion warnt eindringlich davor, geschlossene Halbschranken an Bahnübergängen zu umfahren.

Der 54-Jährige habe während der Befragung eine Funktionsstörung der Schrankenanlage angedeutet, sagte Oberkommissar Jörn Schedlitzki. Ein von der Polizei durchgeführter Test habe diese Behauptung nicht bestätigt.

Wie gefährlich es ist, geschlossene Halbschranken zu umfahren, zeigt ein Unfall, der sich am Morgen des 12. Februar zwischen Klein Heidorn und Blumenau (bei Wunstorf) ereignet hat (wir berichteten). Der 46-jährige Fahrer eines VW Touareg – ein bekannter Ex-Profi-Boxer – soll, obwohl die Halbschranken heruntergelassen waren, in den Gleisbereich gefahren sein. Er starb, als sein Wagen von einem Regionalexpress erfasst wurde.

Auf diesem Bahnübergang war der Autofahrer zwischen den Schranken gefangen. Um sich zu retten, fuhr er rückwärts durch eine Halbschranke.

Fotos: Wal/ube



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